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Ranking enthüllt: Die besten Topfengolatschen Wiens

Ranking enthüllt: Die besten Topfengolatschen Wiens
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Wien hat gesprochen: 17 Golatschen, eine Jury und ein klares Urteil – wer die beste Topfengolatsche der Stadt backt.

Knuspriger Blätterteig, eine cremige Topfenfüllung und ein unverkennbarer Platz in der Wiener Backkultur – die Topfengolatsche ist weit mehr als ein gewöhnliches Teilchen. In keiner Bäckerei der Stadt fehlt sie, und in keinem Kaffeehaus wirkt sie fehl am Platz.

Ihren Ursprung hat die Golatsche in Böhmen, von wo sie über die Vielvölkermonarchie der Habsburger ihren Weg nach Wien fand. In der Donaumetropole wurde sie rasch zum festen Bestandteil der legendären Mehlspeisenkultur. Der Name selbst verrät ihre Herkunft: „Golatsche“ geht auf das tschechische Wort „koláč“ zurück, das schlicht Kuchen oder Gebäck bedeutet.

Das Tasting

Für das Tasting wurden insgesamt 17 Produkte anonym in führenden Wiener Bäckereien erworben – Supermarktware blieb dabei bewusst außen vor. Bei der Beurteilung der Optik legten die Experten Wert auf eine gleichmäßige, goldbraune Färbung, weder zu dunkel noch zu blass. Ebenso relevant war die Form: Das Gebäck sollte eine gewisse Höhe aufweisen, eine saubere Faltung zeigen und im Idealfall etwas Topfen sichtbar lassen.

Im nächsten Schritt rückte der Geruch in den Fokus: Der Teig sollte frisch, leicht geröstet und angenehm nach Butter duften – weder nach altem Fett noch nach Verbranntem. Auch die Füllung wurde bewertet: Sie sollte an frischen Topfen erinnern und dabei feine Akzente von Vanille und Zitronenabrieb tragen. Künstliche Aromen galten als Ausschlusskriterium.

Besonders hohe Anforderungen stellte die Jury an die Textur: außen kross, innen saftig – das war die Messlatte. Zu weich oder zu trocken durfte das Gebäck keinesfalls sein. Beim Geschmack zählte vor allem die Balance: eine dezente Butternote, eine gehaltvolle Füllung und eine Süße, die weder überwältigt noch zu sehr in den Hintergrund tritt.

Den ersten Platz sicherte sich die Golatsche von Joseph Brot – mit überzeugender Optik, handwerklich sauberer Faltung, frischem Bauerntopfen und einer gelungenen Verbindung aus knuspriger Hülle und saftiger Füllung. Auf Rang zwei folgte die Bäckerei Mann, deren Golatsche mit angenehmem Duft, krossem Teig und einer stimmigen Gesamtkomposition punktete. Den dritten Platz belegte Felber, dessen Produkt durch frischen Teigduft, feine Röstnoten, einen leichten Zitrustouch und eine saftige Konsistenz überzeugte.

Vielfalt & Rosinen

Das Angebot rund um die Topfengolatsche ist heute bemerkenswert breit gefächert. Neben der klassischen Variante finden sich in Bäckereien und Kaffeehäusern Versionen mit besonders reichhaltiger Topfencreme, mit Marillen- oder Beerenkern, mit Streuseln oder einem feinen Zuckerguss. Manche Häuser setzen auf Dinkel- oder Vollkornteig, andere auf einen besonders buttrigen Plunderteig.

Längst sind auch Mini-Golatschen für den kleinen Hunger und XXL-Versionen für ausgewiesene Genießer im Sortiment. Eine Frage blieb beim Tasting übrigens offen – und wurde doch beantwortet: Ob Golatschen mit oder ohne Rosinen besser schmecken, darüber war sich die Jury erstaunlich einig.

Das Votum fiel klar zugunsten der Rosinen aus.