Handwerker an der Tür – doch hinter dem freundlichen Auftreten steckte ein eiskaltes System. Fünf Männer brachten ihre Masche über Wochen perfekt zur Ausführung.
Über mehrere Wochen gaben sich fünf Personen als Mitarbeiter eines Installationsunternehmens aus, um in Wohnungen im Burgenland, in Wien und in Niederösterreich einzudringen. Unter dem Deckmantel angeblicher Reparatur- oder Instandhaltungsarbeiten verschafften sie sich Zugang zu den Wohnungen und entwendeten dabei einen fünfstelligen Bargeldbetrag sowie weitere Wertgegenstände.
Betrug im Bezirk Mattersburg
Im Bezirk Mattersburg erschienen Mitte Februar drei Männer aus der Gruppe bei einem 84-jährigen Hausbesitzer und installierten eine neue Heizung – der Mann bezahlte dafür 10.000 Euro in bar. Drei Tage darauf kehrten weitere Männer zurück, angeblich um die Arbeiten abzuschließen. Sie lenkten den Senior ab und verschwanden mit Bargeld sowie einem Sparbuch im Wert eines mittleren fünfstelligen Betrages. Der Hausbesitzer erstattete umgehend Anzeige.
Festnahmen in Wien
Anfang April versuchten die Männer im Alter zwischen 19 und 32 Jahren ihr Glück in einer Wohnhausanlage in Wien. Dabei wurde ein 48-jähriger Wohnungseigentümer mit einer Waffe bedroht, woraufhin er sofort die Polizei alarmierte. Kriminalbeamten aus dem Burgenland und Wien gelang es in der Folge, alle fünf Täter zu identifizieren und festzunehmen.
Bei den Beschuldigten wurden Sturmhauben sowie die vermeintliche Schusswaffe – eine Softgun – sichergestellt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurden die Männer in die Justizanstalt Wien-Josefstadt eingeliefert.