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Umweltskandal

40 Millionen Euro: Kroatiens teuerster Müllskandal fordert Behörden heraus

40 Millionen Euro: Kroatiens teuerster Müllskandal fordert Behörden heraus
Symbolbild. FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

33.000 Tonnen Abfall, 40 Millionen Euro Kosten – und ein Ermittlungsverfahren: Gospić kämpft mit einem Umweltskandal gigantischen Ausmaßes.

Auf dem Gelände des ehemaligen Fleischverarbeitungsbetriebs PPK Velebit in Gospić, Lika-Senj, lagern knapp 33.000 Tonnen unsachgemäß entsorgter Abfall – ein Erbe jahrelanger illegaler Deponierung, das die kroatischen Behörden nun vor eine gewaltige Aufgabe stellt. Die geplante Sanierung des rund 14.300 Quadratmeter großen Areals, das stellenweise bis zu drei Meter tief mit Müll durchsetzt ist, wird auf etwa 40 Millionen Euro veranschlagt. Die Arbeiten sollen innerhalb von zwölf Monaten abgeschlossen sein.

Umweltministerin Vuckovic präsentierte den Sanierungsplan bereits im September der Öffentlichkeit – doch das Treffen endete für viele Bewohnerinnen und Bewohner von Gospić mit Ernüchterung. Konkrete Entscheidungen blieben aus, zwei Optionen stehen nach wie vor im Raum: Entweder wird eine temporäre Sortieranlage direkt vor Ort errichtet, oder der Abfall wird abtransportiert und andernorts weiterbehandelt. Im Sanierungsplan selbst wird eingeräumt, dass an manchen Stellen keine klare Trennlinie zwischen Abfall und gewachsenem Boden gezogen werden kann – eine Herausforderung, die sowohl den technischen als auch den zeitlichen Rahmen des Projekts belasten könnte.

Kosten & Ermittlungen

Die Kostenkalkulation verdeutlicht das Ausmaß des Problems: Während die Vorbehandlung des Mülls mit rund 100 Euro pro Tonne zu Buche schlägt, kostet die thermische Verwertung ein Vielfaches davon – nämlich 1.950 Euro pro Tonne. Etwa 13.200 Tonnen des geborgenen Abfalls sind für die Verbrennung beziehungsweise energetische Verwertung vorgesehen. Verzögerungen bei grenzüberschreitenden Genehmigungsverfahren sowie logistische Unwägbarkeiten könnten die Gesamtkosten noch weiter in die Höhe treiben.

Strafrechtlich ist der Fall bereits in Bewegung: Die kroatische Antikorruptionsbehörde USKOK ermittelt gegen mehrere Verdächtige, darunter Ivica Vajdic sowie Matija und Mileta Stevanovic und Josip Sincek, denen eine Beteiligung an der illegalen Müllablagerung vorgeworfen wird.

Schutz vor Schadstoffen

Neben den juristischen Fragen steht vor allem der Schutz von Umwelt und Gesundheit im Mittelpunkt der Sanierungsmaßnahmen. Während der Ausgrabungsarbeiten soll eine wasserundurchlässige Geomembran den Boden vor dem Eindringen von Schadstoffen schützen.

Begleitend sind umfangreiche Messungen der Umweltparameter geplant, um die Situation kontinuierlich zu überwachen und eine weitere Ausbreitung von Schadstoffen zu verhindern.

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KO KOSMO-Redaktion
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