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Bargeldlimit

EU kassiert Bargeld ab: 10.000-Euro-Grenze kommt 2027

EU kassiert Bargeld ab: 10.000-Euro-Grenze kommt 2027
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Die EU dreht an der Bargeldschraube: Ab 2027 gelten im Geschäftsverkehr neue Obergrenzen – mit weitreichenden Folgen für Käufer und Händler.

Bargeld bleibt zwar weiterhin ein legales Zahlungsmittel, doch ab Mitte 2027 wird sein Einsatz im geschäftlichen Bereich innerhalb der Europäischen Union deutlich enger geregelt sein. Mit einem umfassenden Anti-Geldwäsche-Paket zieht Brüssel die Zügel an: Wer bei einem Geschäft mehr als 10.000 Euro in bar auf den Tisch legen möchte, wird das künftig schlicht nicht mehr dürfen. Ein Fahrzeugkauf beim Händler etwa ist dann nur noch bis zu dieser Grenze in bar abwickelbar, wie das Magazin Heute berichtet.

Rechtsgrundlage ist die EU-Verordnung (EU) 2024/1624 zur Verhinderung der Nutzung des Finanzsystems für Zwecke der Geldwäsche oder der Terrorismusfinanzierung, die am 19. Juni 2024 im Amtsblatt veröffentlicht wurde. Die Verordnung tritt am 10. Juli 2027 in allen 27 EU-Mitgliedstaaten verbindlich in Kraft.

Neue Nachweispflichten

Als Begründung führt die EU die Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und der Umgehung von Sanktionen an. Wer nichts zu verbergen habe, könne höhere Beträge problemlos per Überweisung begleichen, heißt es in der offiziellen Mitteilung. Bereits ab 3.000 Euro werden Käufer künftig zur Angabe ihrer Daten verpflichtet sein – damit Behörden im Bedarfsfall nachvollziehen können, wer welche Transaktion getätigt hat, wie inside-digital.de meldet.

Bankeinzahlungen betroffen

Die neuen Vorschriften greifen ab 2027 auch bei Bankeinzahlungen: Wer 10.000 Euro oder mehr auf sein Konto einzahlen will, muss künftig die Herkunft des Geldes belegen. Ausgenommen von den Neuregelungen sind hingegen private Transaktionen zwischen Einzelpersonen – wer also ein Gebrauchtauto von einer Privatperson kauft, darf dafür auch weiterhin einen Betrag über 10.000 Euro in bar entrichten.

Die verschärften Regeln richten sich damit gezielt gegen den gewerblichen Zahlungsverkehr.

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KO KOSMO-Redaktion
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