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Infrastrukturprojekt

Adria-Urlauber aufgepasst: Mega-Baustelle in Slowenien sorgt auf wichtiger Autobahn für Staugefahr

Adria-Urlauber aufgepasst: Mega-Baustelle in Slowenien sorgt auf wichtiger Autobahn für Staugefahr
( Foto: Infopot.si, Facebook)
3 Min. Lesezeit |

Slowenien steckt 100 Millionen Euro in die Erneuerung der Stajerska-Autobahn (A1), einer der wichtigsten Verkehrsverbindungen des Landes zwischen dem mittleren und östlichen Landesteil. Die Modernisierungsarbeiten, die 2026 in ihre intensivste Phase treten, betreffen nicht nur die Autobahn selbst, sondern auch angrenzende Teile des Eisenbahn- und Schnellstraßennetzes.

Aktuell liegt der Schwerpunkt der Bauarbeiten auf dem Abschnitt zwischen Domzale und Sentjakob. Dort werden stählerne Rohrpfähle in den Untergrund getrieben, um die Ränder der geplanten Erweiterung zu stabilisieren und ein Absinken des Bodens zu verhindern. Parallel dazu entstehen neue Entwässerungssysteme, Steinverkleidungen und Geländesicherungen.

Für den Verkehr bedeutet das vorerst Einschränkungen: Der Pannenstreifen ist in beiden Fahrtrichtungen gesperrt, der Verkehr wird über zwei verengte Fahrspuren geführt.

Neues Querprofil

Mit Abschluss des Gesamtprojekts im September 2027 soll die Autobahn in diesem Bereich ein neues Querprofil mit drei Fahrspuren erhalten. Auf der linken und mittleren Spur gilt dann eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h, auf der rechten Spur 110 km/h. Pannenstreifen wird es künftig nicht mehr geben – stattdessen sind SOS-Nischen vorgesehen.

Darüber hinaus umfasst das Projekt die Erneuerung der Fahrbahn, die Neugestaltung des Mittelstreifens sowie die Installation moderner Verkehrseinrichtungen, Videoüberwachung und Portale mit variabler Beschilderung. Die Bauarbeiten werden von einem Konsortium der Unternehmen CGP und Pomgrad durchgeführt, der Gesamtauftragswert beläuft sich auf knapp 98,6 Millionen Euro inklusive Mehrwertsteuer.

Ein zentrales Einzelvorhaben innerhalb des Projekts ist der Abriss und Neubau des Viadukts Devina (VA0065) bei Slovenska Bistrica – ein Schlüsselbauwerk auf diesem Streckenabschnitt.

Sperrungen & Umfahrungen

Die Bauarbeiten bringen erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen mit sich. Die Hauptstraße zwischen Slovenska Bistrica und Ptuj ist vollständig gesperrt, der Durchgangsverkehr wird über verengte Spuren umgeleitet, für den Lokalverkehr wurde eine eigene Umfahrung eingerichtet. Die Fahrbahnerneuerung in diesem Bereich soll bis Juni 2026 abgeschlossen sein, die Fertigstellung des neuen Viadukts ist für Anfang 2027 geplant.

Dieser Projektabschnitt erstreckt sich über insgesamt 5,3 Kilometer Autobahn und schließt die Rekonstruktion des Knotenpunkts Slovenska Bistrica Nord sowie die Erneuerung eines weiteren Viadukts (VA0361) ein. Projektträger ist DARS (slowenischer Autobahnbetreiber), ausführendes Unternehmen das Konsortium VOC Celje gemeinsam mit dem Bauunternehmen HERING. Der Wert dieses Teilabschnitts übersteigt 40,6 Millionen Euro.

Die ehrenamtliche Initiative Infopot.si, die sich auf die Beobachtung slowenischer Verkehrsprojekte spezialisiert hat, veröffentlichte aktuelle Aufnahmen von den Baustellen. Die Initiative betont die Dringlichkeit der Infrastrukturmodernisierung – insbesondere vor dem Hintergrund der schweren Überschwemmungen des Jahres 2023, die dem slowenischen Verkehrsnetz erheblichen Schaden zugefügt hatten.

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KO KOSMO-Redaktion
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