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Zehn Zentimeter tief: Stier rammt Torero Horn ins Gesäß (VIDEO)

Zehn Zentimeter tief: Stier rammt Torero Horn ins Gesäß (VIDEO)
FOTO: Screenshot
2 Min. Lesezeit |

Ein 512-Kilo-Stier, ein Moment der Unachtsamkeit – und Spaniens bekanntester Torero kämpft im Krankenhaus um seine Karriere.

Spaniens bekanntester Stierkämpfer liegt nach einem schweren Unfall in einem Krankenhaus in Sevilla – sein Zustand wird von den behandelnden Ärzten als „sehr ernst“ eingestuft. Jose Antonio Morante Camacho, in der Welt des Stierkampfes schlicht als Morante de la Puebla bekannt, wurde während der Feria de Abril von einem Stier zu Boden geworfen, auf dem Rücken getrampelt und dabei schwer verletzt.

Schwere Verletzungen

Das volle Ausmaß der Verletzungen zeigte sich erst nach seiner Einlieferung ins medizinische Zentrum. Laut dem spanischen Radiosender Onda Cero diagnostizierten die Ärzte eine rund zehn Zentimeter tiefe Wunde mit Schädigung des Rektums – genauer beschrieben als eine Hornverletzung mit teilweiser Beschädigung der hinteren Schließmuskeln sowie einer anderthalb Zentimeter großen Perforation der hinteren Rektalwand. Morante wurde umgehend operiert. Der Eingriff dauerte mehr als zwei Stunden: Die Wunde wurde gereinigt, die Rektalwand und der Schließmuskelapparat wiederhergestellt, die betroffenen Bereiche drainiert. Sein behandelnder Arzt Octavia Mulet sprach danach öffentlich von einem „sehr ernsten“ Vorfall.

Für die Zuschauer, die den Moment des Unfalls unmittelbar miterlebten, war es ein erschütterndes Bild. Zu sehen war zunächst wenig: ein kleines Loch in der Hose am linken Oberschenkel, keine sichtbare Blutung. Doch Morante griff mit der linken Hand nach seinem Gesäß – ein Zeichen, dass er den Schmerz spürte, auch wenn das Ausmaß der Verletzung von außen kaum erkennbar war.

Fataler zweiter Stier

Dabei hatte der Nachmittag für Morante noch vielversprechend begonnen. Beim ersten Stier des Tages zeigte er jene Aggressivität und Beweglichkeit, die ihn zu einem der bekanntesten Toreros seiner Generation gemacht haben – er tötete das Tier, trug dabei allerdings bereits eine zerrissene Hose und eine Schnittwunde am Ohr davon. Der zweite Stier, ein 512 Kilogramm schweres Tier namens Clandestino von der Ranch der Hermanos Garcia Jimenez, erwies sich als weit gefährlicher.

Das Tier wirkte beim Betreten der Arena zunächst unkonzentriert, folgte jedoch nicht Morantes Führung mit dem Tuch – und wurde schließlich zum Auslöser des Unglücks.

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KO KOSMO-Redaktion
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