In Kroatien und Slowenien surfen Sie wie zuhause – in Serbien, Bosnien und Montenegro kann das Handy dagegen schnell teuer werden. Doch es tut sich etwas: Die EU verhandelt über günstigeres Roaming am Westbalkan. Was 2026 gilt und wie Sie sparen.
EU-Länder: hier gilt »Roam like at home«
Innerhalb der EU ist Roaming längst geregelt. In Kroatien und Slowenien nutzen Sie Ihr österreichisches Datenpaket ohne Aufpreis. Das gilt zu Inlandspreisen. Anrufe, SMS und Daten zählen wie in Österreich – im Rahmen der Tarif-Bedingungen.
Westbalkan: hier wird es noch teuer
Außerhalb der EU sieht es anders aus. Serbien, Bosnien und Montenegro gehören nicht zur EU-Roaming-Zone. Hier drohen hohe Kosten. Ohne passendes Paket können Daten und Anrufe schnell ins Geld gehen (tarife.at).
Das ändert sich gerade
Die EU will den Westbalkan einbinden. Der EU-Rat hat Verhandlungen genehmigt, »Roam like at home« auf die Region auszuweiten (EU-Rat). Erste Schritte sind in Sicht. Montenegro und Albanien könnten als Erste die Roaming-Gebühren senken; die Datenpreise sinken stufenweise bis 2028.
So sparen Sie sofort
- EU-Länder (HR, SLO): Datenpaket wie zuhause nutzen
- Drittländer (SRB, BiH, MNE): Roaming-Paket des Anbieters vorab prüfen/buchen
- Alternative: lokale Prepaid-SIM oder eSIM fürs Zielland
- Daten-Roaming am Handy bewusst ein-/ausschalten
- WLAN nutzen, große Downloads nur im WLAN
eSIM oder lokale SIM?
Beides spart Geld. Eine eSIM buchen Sie bequem vorab, eine lokale Prepaid-SIM kaufen Sie vor Ort. Prüfen Sie Ihr Gerät. Nicht jedes Handy unterstützt eSIM – ältere Modelle brauchen die klassische SIM.
So stellen Sie das Handy richtig ein
Ein paar Einstellungen sparen viel. Schalten Sie Daten-Roaming bewusst ein oder aus, je nach Land. In Drittländern besser deaktivieren, bis ein Paket aktiv ist. Hintergrund-Daten im Blick. Apps, die im Hintergrund laden, verursachen unbemerkt Kosten. Automatische Updates nur im WLAN erlauben.
eSIM einrichten – so geht’s
Die eSIM ist schnell aktiv. Sie buchen sie vorab online und scannen einen QR-Code. Schon ist eine zweite Nummer am selben Handy. Prüfen Sie die Kompatibilität. Nicht jedes ältere Gerät unterstützt eSIM. Dann bleibt die lokale Prepaid-SIM die beste Wahl.
WLAN clever nutzen
Vieles geht auch ohne Datenpaket. Hotels, Cafés und Wohnungen bieten meist WLAN. Große Downloads erledigt man dort. Telefonieren über das Internet. Mit Messenger-Anrufen über WLAN spart man Roaming-Kosten. Das funktioniert auch über Grenzen hinweg.
Vorsicht in Grenznähe
Das Netz wechselt unbemerkt. In Grenzgebieten bucht sich das Handy manchmal ins teurere Nachbarnetz ein. Ein Blick auf die Anzeige verrät es. Stellen Sie die Netzwahl manuell. So vermeiden Sie versehentliche Roaming-Kosten. Das spart bares Geld.
EU-Roaming versus Drittland
Innerhalb der EU ist es einfach. In Kroatien und Slowenien gilt »Roam like at home« ohne Aufpreis. Ihr Inlandstarif funktioniert dort normal. Außerhalb der EU wird es teuer. In Serbien, Bosnien und Montenegro können hohe Roaming-Kosten anfallen. Hier lohnt sich ein eigenes Paket.
Die günstigste Lösung finden
Es gibt mehrere Wege. Westbalkan-Pakete des Anbieters, eine eSIM oder eine lokale Prepaid-SIM stehen zur Wahl. Welche passt, hängt vom Bedarf ab. Rechnen Sie kurz nach. Für wenige Tage reicht oft ein kleines Datenpaket. Wer länger bleibt, fährt mit einer lokalen SIM günstiger.
Telefonieren und Notrufe
Auch Anrufe kosten im Ausland. Prüfen Sie die Minutenpreise, bevor Sie lange telefonieren. Messenger-Anrufe über WLAN sind die günstige Alternative. Notrufe gehen immer. Die 112 erreichen Sie europaweit kostenlos, auch ohne Guthaben. Das gilt in allen bereisten Ländern.
Vor der Abreise einrichten
Buchen Sie Pakete vorab. Zu Hause im WLAN richten Sie alles in Ruhe ein. So sind Sie ab der Grenze sofort versorgt. Testen schadet nie. Prüfen Sie kurz, ob Daten und Anrufe wie gewünscht funktionieren. Probleme klären sich daheim leichter.
Vorsicht an der Grenze
Das Netz wechselt unbemerkt. In Grenznähe bucht sich das Handy manchmal ins teurere Nachbarnetz ein. Stellen Sie die Netzwahl auf manuell. So vermeiden Sie versehentliche Roaming-Kosten. Ein Blick auf die Anzeige genügt oft.
Faktenbox
- EU (Kroatien, Slowenien): Roaming zu Inlandspreisen (»Roam like at home«).
- Serbien, Bosnien, Montenegro: außerhalb der EU-Zone – ohne Paket teuer.
- EU-Rat hat 2026 Verhandlungen zur Ausweitung auf den Westbalkan genehmigt.
- Tipp: Roaming-Paket prüfen oder eSIM/lokale SIM nutzen; Netzwahl manuell.