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Migrationskrise

309 Millionen als Antwort auf Ceutas größte Krise seit Jahren

309 Millionen als Antwort auf Ceutas größte Krise seit Jahren
(Foto: EPA/DANIEL GONZALEZ)
2 Min. Lesezeit |

80.000 Menschen in zwei Tagen, ein Millionenpaket als Antwort – und Spaniens Regierung gerät von mehreren Seiten unter Druck.

In der spanischen Exklave Ceuta spitzt sich die Lage weiter zu. Die Stadt mit rund 84.000 Einwohnern steht seit Ende Juli unter enormem Druck: Binnen zweier Tage, am 30. und 31. Juli, strömten rund 80.000 Menschen in das Stadtgebiet – darunter zahlreiche unbegleitete Minderjährige. Die spanischen Behörden korrigierten die Zahl später auf rund 72.000 Grenzübertritte. Ein Polizeibericht legt nahe, dass marokkanische Beamte den massiven Zustrom koordiniert haben könnten, was die ohnehin angespannte Stimmung in der Exklave weiter anheizt.

Politischer Schlagabtausch

Die konservative Volkspartei (PP) nutzt die Krise für eine scharf formulierte Attacke auf die Regierung von Premierminister Pedro Sánchez. Oppositionsführer Alberto Núñez Feijóo wirft der Regierung vor, frühzeitig über die drohende Situation informiert gewesen zu sein, ohne angemessen zu handeln. „Es ist offensichtlich, dass die Regierung bereits vor der Besetzung davon wusste und über Informationen verfügte“, erklärte Feijóo.

Sánchez hingegen wies die Kritik zurück und machte eine „Desinformationskampagne Russlands und Israels“ für die Zuspitzung der Lage mitverantwortlich. Als konkrete Maßnahme kündigte die Regierung ein Nothilfepaket in Höhe von 309 Millionen Euro an, das zur Stabilisierung der Lage in Ceuta beitragen soll.

Schwierige Stabilisierung

Die spanische Regierung bekräftigt, alle verfügbaren Ressourcen mobilisieren zu wollen – doch angesichts anhaltender sozialer Unruhen und vereinzelter Gewalt im Stadtgebiet gestaltet sich eine Beruhigung der Lage als schwierig. Nach Angaben lokaler Behörden verbleiben etwa 1.100 unbegleitete Minderjährige in Aufnahmeeinrichtungen.

Wie eine dauerhafte Stabilisierung Ceutas gelingen kann, ist derzeit Gegenstand intensiver politischer Debatten, auf die bislang keine klaren Antworten folgen.

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KO KOSMO-Redaktion
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