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Namensstreit

Trump und Kanada uneinig: Nach Google benennt jetzt auch Apple See um

Trump und Kanada uneinig: Nach Google benennt jetzt auch Apple See um
(FOTO: EPA / AARON SCHWARTZ / POOL)
2 Min. Lesezeit |

Ein Präsidialerlass, zwei Länder, ein See – und ein neuer Name, der auf beiden Seiten der Grenze für Aufruhr sorgt.

Der Ontariosee liegt an der Grenze zwischen der kanadischen Provinz Ontario und dem US-Bundesstaat New York und zählt zu den Großen Seen Nordamerikas. Donald Trump hat mit einer Executive Order (Präsidialerlass) vom 27. August verfügt, dass der See künftig den Namen „Lake America“ tragen soll. Apple Maps zeigt den umbenannten See in den USA inzwischen unter dieser Bezeichnung an – Google hatte die Änderung in seinen Kartendiensten bereits zuvor übernommen.

Geteilte Reaktionen

Die Reaktionen auf die Umbenennung fallen auf beiden Seiten der Grenze deutlich aus. In Kanada stößt die Entscheidung auf klare Ablehnung: Ontarios Premier Doug Ford sprach sich öffentlich gegen den neuen Namen aus und erhielt dafür breite Unterstützung aus der Bevölkerung. „Es bleibt bei der Bezeichnung, dass es ein See unserer Provinz ist“, erklärte Ford.

Laut einer Umfrage von Reuters/Ipsos sprechen sich 63 Prozent der Amerikaner gegen die Umbenennung aus. Der Kartendienst MapQuest verweigert die Anpassung und führt den See weiterhin unter dem Namen „Lake Ontario“.

Historische Verwurzelung

Der Name „Ontario“ ist historisch tief verwurzelt und eng mit der regionalen Identität verknüpft, vor allem auf kanadischer Seite. Als eines der bedeutendsten geografischen Merkmale des nordamerikanischen Kontinents steht der See seit Generationen für die kulturelle und territoriale Verbundenheit der gleichnamigen Provinz.

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KO KOSMO-Redaktion
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