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Winterreifen

Ab 1. November droht Strafe: Das müssen alle Autofahrer jetzt wissen

Ab 1. November droht Strafe: Das müssen alle Autofahrer jetzt wissen
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3 Min. Lesezeit |

Winterreifenpflicht ab November: Diese Regeln gelten jetzt auf Österreichs Straßen – und wer sie missachtet, riskiert hohe Strafen.

Ab dem 1. November gilt in Österreich wieder die situative Winterausrüstungspflicht. Bis einschließlich 15. April müssen Pkw und leichte Lkw bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen wie Schnee, Schneematsch oder Eis mit geeigneten Winterreifen ausgestattet sein. Wer bei trockener Fahrbahn mit Sommerreifen unterwegs ist, verstößt allein aufgrund des Datums nicht gegen diese Vorschrift.

Die Winterreifen müssen bei Pkw und Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen auf allen Rädern montiert sein. Gesetzlich anerkannt sind Reifen mit der Kennzeichnung „M+S“, „M.S.“ oder „M&S“ sowie Reifen mit dem sogenannten Alpinsymbol – einem Bergpiktogramm mit Schneeflocke. Entscheidend ist eine Mindestprofiltiefe von vier Millimetern bei Radialreifen und fünf Millimetern bei Diagonalreifen. Alternativ dürfen Schneeketten auf mindestens zwei Antriebsrädern verwendet werden, allerdings nur, wenn die Fahrbahn durchgehend oder nahezu durchgehend mit Schnee oder Eis bedeckt ist. Bei Verstößen drohen Geldstrafen, die bei einer Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer bis zu 5.000 Euro betragen können.

Reifenwahl und Pflege

Wer rechtzeitig auf Winterreifen umsteigen möchte, sollte nicht nur auf das Reifenalter, sondern vor allem auf die verbleibende Profiltiefe achten. Der ÖAMTC empfiehlt, zu Saisonbeginn abhängig von der zu erwartenden Fahrleistung noch rund sechs Millimeter Profil zu haben. So lässt sich vermeiden, dass die gesetzliche Mindestprofiltiefe bereits vor dem Ende der Wintersaison unterschritten wird.

Wie groß die Qualitätsunterschiede am Markt sind, zeigt der aktuelle ÖAMTC-Winterreifentest 2026: Von 32 geprüften Modellen erhielten lediglich sechs die Bewertung „gut“, während neun mit „nicht genügend“ durchfielen. Besonders auf nasser Fahrbahn zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den Reifen. Auch bekannte Markennamen bieten laut Test keine Garantie für eine ausgewogene Gesamtleistung.

Wie wichtig ausreichend Profil ist, zeigt eine weitere Untersuchung des Mobilitätsclubs: Bereits bei vier Millimetern Restprofil verlieren Winterreifen im Vergleich zu neuen Reifen im Durchschnitt bis zu 25 Prozent ihrer Leistung bei der Wasserverdrängung. Bei zwei Millimetern steigt der Verlust auf mehr als 50 Prozent. Dadurch erhöht sich insbesondere auf nassen Straßen das Aquaplaning-Risiko. Gleichzeitig rät der ÖAMTC dazu, den Reifenwechsel frühzeitig zu organisieren, da Werkstätten bei einem plötzlichen Wintereinbruch rasch ausgebucht sein können.

Fahrzeugsicherheit im Winter

Der Reifenwechsel allein reicht jedoch nicht aus, um das Fahrzeug für die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Autofahrer sollten auch die Beleuchtung, den Frostschutz, die Scheibenwaschanlage und die Batterie überprüfen. Gerade schwache oder leere Batterien zählen zu den häufigsten Ursachen für Pannen im Winter. Bei älteren Batterien oder ersten Startproblemen empfiehlt sich daher eine rechtzeitige Kontrolle.

Auch die Scheibenwischer sollten überprüft werden. Hinterlassen sie Schlieren oder reinigen die Windschutzscheibe nicht mehr zuverlässig, sollten die Wischerblätter ausgetauscht werden. Die Scheibenwaschanlage muss mit geeignetem Frostschutzmittel befüllt sein. Zusätzlich empfiehlt es sich, Tür- und Kofferraumdichtungen vor dem ersten Frost mit einem geeigneten Pflegemittel zu behandeln, damit sie nicht anfrieren.

Eiskratzer und Schneebesen gehören zur Grundausstattung für den Winter. Darüber hinaus sind Handschuhe, eine Decke und eine Reserveflasche Scheibenfrostschutz sinnvoll. Wer in schneereichen Gebieten unterwegs ist, sollte außerdem passende Schneeketten mitführen und sich vorab mit deren Montage vertraut machen.

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KO KOSMO-Redaktion
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