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Wasserwarnung

Trinkwasser verunreinigt: In mehreren Orten muss Wasser abgekocht werden

Trinkwasser verunreinigt: In mehreren Orten muss Wasser abgekocht werden
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

In mehreren steirischen Orten darf Leitungswasser derzeit nicht einfach getrunken werden – Bewohner müssen es zuvor mehrere Minuten abkochen.

In Schöder im Bezirk Murau ist die Trinkwasserqualität derzeit eingeschränkt. Bei einer Routineuntersuchung wurden Abweichungen bei mikrobiologischen beziehungsweise hygienischen Indikatorwerten festgestellt. Die Bevölkerung wurde daraufhin aufgefordert, Leitungswasser vor dem Trinken mindestens drei Minuten lang abzukochen. Die Verunreinigung war bereits im September entdeckt worden; die Vorsichtsmaßnahme gilt weiterhin.

Maßnahmen in Schöder

In Schöder wurden nach Bekanntwerden der Auffälligkeiten Maßnahmen zur Sicherung der Wasserqualität eingeleitet. Am Montag, dem 19. Oktober, sollen neuerlich Wasserproben entnommen werden. Von deren Ergebnissen hängt ab, wann das Leitungswasser wieder ohne vorheriges Abkochen verwendet werden kann. Bürgermeister Klaus Kollau hofft, noch vor den Herbstferien Entwarnung geben zu können.

Parallel arbeitet die Gemeinde auch an der langfristigen Sicherung ihrer Wasserversorgung. Hintergrund ist nicht nur die aktuelle Verunreinigung: Die anhaltende Trockenheit setzt den Quellen in der Region zu. Für November sind weitere Untersuchungen beziehungsweise Probebohrungen vorgesehen, um zusätzliche Wasservorkommen zu erschließen.

Weitere Orte betroffen

Schöder ist derzeit nicht der einzige Ort in der Obersteiermark mit Problemen beim Trinkwasser. Auch im Neumarkter Ortsteil Perchau sowie in Oberzeiring in der Marktgemeinde Pölstal gilt weiterhin die Empfehlung, Leitungswasser vor dem Trinken mindestens drei Minuten lang abzukochen. In Perchau waren bereits im September erhöhte Werte von Enterokokken und coliformen Bakterien festgestellt worden. In Oberzeiring ergab eine Routineuntersuchung im Oktober, dass das Wasser aus dem öffentlichen Leitungsnetz derzeit nicht den Anforderungen für den menschlichen Gebrauch entspricht.

In Oberzeiring wird weiterhin nach der Ursache gesucht. Die Wasserversorgung des Ortes erfolgt aus insgesamt 18 Quellen, was die Suche nach dem Ursprung der Verunreinigung erschwert. Die Abkoch-Empfehlungen bleiben in den betroffenen Gebieten bestehen, bis neue Untersuchungsergebnisse eine Entwarnung erlauben.

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KO KOSMO-Redaktion
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