Bombendrohung an Bord, ein Kampfjet als Eskorte und ein Krisenstab am Boden – für 51 Passagiere wurde der AUA-Flug nach Wien zum Ausnahmezustand.
Ein Flugzeug der Austrian Airlines musste am Sonntagabend nach einer Bombendrohung außerplanmäßig in Sofia landen. Flug OS82 war mit einem Airbus A320 auf dem Weg von Tel Aviv nach Wien, als die Besatzung nahe der rumänischen Grenze auf die Drohung aufmerksam wurde und die Maschine in die bulgarische Hauptstadt umleitete.
An Bord des Airbus A320 befanden sich 51 Passagiere und sechs Crewmitglieder. Im Zuge des Zwischenfalls wurde ein allgemeines Notsignal übermittelt. Die bulgarische Luftwaffe ließ daraufhin eine MiG-29 aufsteigen, die den AUA-Jet bis zur Landung in Sofia begleitete. Alle Insassen konnten das Flugzeug nach der sicheren Landung verlassen.
Durchsuchung in Sofia
Nach der Landung richteten die bulgarischen Behörden einen Krisenstab ein und leiteten Sicherheitsmaßnahmen ein. Der Airbus wurde von Einsatzkräften durchsucht, während die Passagiere das Flugzeug verlassen hatten. Austrian Airlines bestätigte den Vorfall und erklärte, die Sicherheit der Fluggäste und Crews habe oberste Priorität. Hinweise darauf, dass tatsächlich ein Sprengsatz an Bord gefunden wurde, liegen nicht vor.
Weiterflug nach Wien
Nach Abschluss der Sicherheitskontrollen konnte die Reise schließlich fortgesetzt werden. Der betroffene Airbus A320 hob erneut in Sofia ab und flog weiter nach Wien.
In der Nacht erreichte Flug OS82 schließlich den Flughafen Wien. Die Hintergründe der Bombendrohung werden von den zuständigen Behörden untersucht. Wer hinter der Drohung steckt und wie sie übermittelt wurde, war zunächst nicht abschließend geklärt.