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Sicherheitskrise

Kampfjets und Drohnenabwehr: Bulgarien fordert NATO-Hilfe

Kampfjets und Drohnenabwehr: Bulgarien fordert NATO-Hilfe
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Drohnenangriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer verschärfen die Sicherheitslage. Bulgarien fordert nun militärische Unterstützung von der NATO.

Nach mehreren Drohnenangriffen auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer hat Bulgarien die NATO offiziell um zusätzliche militärische Unterstützung gebeten. Gefordert werden Kampfflugzeuge und Systeme zur Drohnenabwehr. Hintergrund sind mehrere Angriffe, bei denen ein Schiff sank, weitere beschädigt wurden und Seeleute vermisst werden.

Bulgarien fordert militärische Verstärkung

Der bulgarische Verteidigungsminister Dimitar Stojanow bestätigte am Freitag, dem 16. Oktober, dass sein Land ein entsprechendes Ersuchen an NATO-Generalsekretär Mark Rutte und den Obersten Alliierten Befehlshaber in Europa übermittelt hat. Neben zusätzlichen Kampfflugzeugen geht es um Drohnenabwehrsysteme und weitere militärische Fähigkeiten, die Bulgariens Schutz verbessern sollen.

„Wir warten auf ihre Entscheidung“, erklärte Stojanow laut Reuters. Die NATO hatte sich zunächst nicht unmittelbar zu dem Ersuchen geäußert. Bulgarien erwartet zudem, sich bis Ende Oktober einer NATO-Initiative zur Drohnenabwehr anzuschließen.

Schiffe angegriffen, Seeleute vermisst

Die Forderung folgt auf mehrere Zwischenfälle im Schwarzen Meer. Am 6. Oktober wurde ein Handelsschiff vor der bulgarischen Küste durch Drohnenangriffe getroffen und sank. Ein weiteres Schiff wurde beschädigt. Bei einem späteren Angriff am 13. Oktober wurden zwei Handelsschiffe in der bulgarischen ausschließlichen Wirtschaftszone getroffen. Dabei sank eines der Schiffe, während elf Besatzungsmitglieder zunächst als vermisst galten und mehrere Seeleute verletzt wurden.

Auch vor der rumänischen Schwarzmeerküste kam es in dieser Woche zu weiteren Vorfällen. Zwei Schiffe wurden von Drohnen getroffen und gerieten in Brand. Die Besatzung eines der Schiffe konnte nach Angaben der Behörden gerettet werden.

Russland unter Verdacht

Die Angriffe stehen im Zusammenhang mit den zunehmenden Spannungen im Zuge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Bulgarische Politiker und ukrainische Vertreter vermuten eine russische Beteiligung. Ein abschließender Beweis für die Urheberschaft liegt bislang jedoch nicht vor.

Die bulgarische Regierung hat den russischen Botschafter wegen der Angriffe einbestellt. Ministerpräsident Rumen Radew drängt zudem auf internationale Unterstützung bei den Ermittlungen. Bulgarien fordert gemeinsam mit anderen Staaten Maßnahmen, um die Sicherheit der Handelsschifffahrt im Schwarzen Meer zu gewährleisten.

NATO prüft weitere Maßnahmen

Die Vorfälle erhöhen den Druck auf die NATO, ihre Präsenz an der südöstlichen Bündnisflanke zu verstärken. Generalsekretär Mark Rutte erklärte, das Bündnis werde die Sicherheitslage in der Schwarzmeerregion weiterhin beobachten und seine Abschreckungs- und Verteidigungsmaßnahmen bei Bedarf anpassen.

Bulgarien setzt nun auf eine engere Zusammenarbeit mit Rumänien und der Türkei. Die Verteidigungsminister der drei Länder wollen ihre Maßnahmen koordinieren und den Informationsaustausch verbessern. Ziel ist es, die Überwachung des Seegebiets zu verstärken und weitere Angriffe auf Handelsschiffe möglichst zu verhindern.

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KO KOSMO-Redaktion
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