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Eskalation

„Kein guter Typ für uns“: Trump attackiert Selenskyj

„Kein guter Typ für uns“: Trump attackiert Selenskyj
FOTO: EPA
2 Min. Lesezeit |

Trumps Worte gegen Selenskyj sitzen tief und hinter den Kulissen soll bereits gehandelt worden sein.

US-Präsident Donald Trump hat in einem Interview mit dem Sender Newsmax den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) offen angegriffen und die Rolle der Vereinigten Staaten im Ukraine-Krieg grundsätzlich in Frage gestellt. Trump bezeichnete Selenskyj als untauglichen Gesprächspartner und warf ihm vor, gegen die eigenen Interessen seines Landes zu handeln. Mit Aussagen wie „Er ist kein guter Typ für uns, um mit ihm zu verhandeln!“ und dem Vorwurf, die Ukraine werde durch Selenskyjs Kurs systematisch zerstört, sorgte der US-Präsident für erhebliches Aufsehen.

Trump unterstrich in dem Interview, dass die Ukraine im Verlauf des Konflikts „Milliarden und Abermilliarden Dollar“ sowie hochmodernes militärisches Gerät aus den USA erhalten habe. Besonders scharf kritisierte er ukrainische Angriffe auf russische Ölraffinerien und machte Selenskyj persönlich für den Anstieg des Weltölpreises verantwortlich. „Alles, was er tut, ist, den Weltölpreis in die Höhe zu treiben“, so Trump. Dies sei der Welt gegenüber „kein guter Dienst“ – eine Einschätzung, die Trump vor dem Hintergrund der Blockade wichtiger Ölhandelsrouten durch das iranische Regime in der Straße von Hormus formulierte.

Starshield gedrosselt

Parallel zu Trumps Auftritt berichtete Reuters, das Weiße Haus habe die Anweisung erteilt, das Starshield-Satellitensystem zu drosseln, das für die Steuerung ukrainischer Drohnen von zentraler Bedeutung ist. Die entsprechenden Mitteilungen sollen an das US-Verteidigungsministerium ergangen sein und hätten in der Folge zu spürbaren Beeinträchtigungen ukrainischer Militäroperationen geführt. Der genaue Ursprung des Befehls ist bislang nicht eindeutig geklärt; Elon Musk verwies jedoch indirekt auf eine Mitverantwortung Trumps in dieser Angelegenheit.

Internationale Reaktionen

Die Entwicklungen riefen auch auf internationaler Ebene unmittelbare Reaktionen hervor. NATO-Generalsekretär Mark Rutte traf sich in Brüssel mit Selenskyj, um die Lage der Ukraine und die durch Trumps Äußerungen entstandenen Spannungen zu erörtern.

Auch beim EU-Gipfel in Brüssel standen diese Themen auf der Agenda, wobei die jüngsten Entwicklungen den Beratungsbedarf unter den europäischen Partnern erkennbar vergrößert haben.

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KO KOSMO-Redaktion
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