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Nebenwirkung

Ozempic-Alarm: Droht Millionen Patienten der Sehverlust?

Ozempic-Alarm: Droht Millionen Patienten der Sehverlust?
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2 Min. Lesezeit |

Millionen nehmen es – doch nun rückt ein möglicher Nebeneffekt von Semaglutid ins Blickfeld der Wissenschaft.

Aktuelle Forschungsergebnisse aus den Vereinigten Staaten deuten darauf hin, dass die Einnahme von Diabetes-Medikamenten wie Semaglutid mit einem leicht erhöhten Risiko für eine ischämische Optikusneuropathie (Durchblutungsstörung des Sehnervs) verbunden sein könnte.

Konkret zeigen die Daten drei bis vier zusätzliche Erkrankungsfälle je 10.000 Patienten innerhalb eines Beobachtungszeitraums von 18 Monaten. Die ischämische Optikusneuropathie kann in schweren Fällen zu einem plötzlichen Verlust der Sehkraft führen. Als besonders gefährdet gelten ältere Patienten sowie Männer – wenngleich ein ursächlicher Zusammenhang wissenschaftlich bislang nicht belegt ist.

Rechtliche Schritte

Die Veröffentlichung der Studienergebnisse hat eine breite Diskussion über die Sicherheit dieser Medikamentenklasse ausgelöst. Betroffene Patienten haben rechtliche Schritte gegen die Hersteller eingeleitet und werfen diesen vor, nicht ausreichend über mögliche Risiken informiert zu haben. Novo Nordisk, das Unternehmen hinter dem Wirkstoff, hält dem entgegen, dass eigene Untersuchungen keine erhöhte Erkrankungsrate im Vergleich zu Placebogruppen ergeben hätten, und bekräftigt, die Sicherheitsdaten weiterhin engmaschig zu beobachten.

Weitere Studien nötig

Die an der Studie beteiligten Wissenschaftler unterstreichen, dass weiterführende, gezieltere Untersuchungen unerlässlich sind. „Die Beobachtungen stellen eine statistische Korrelation dar, jedoch noch keinen kausalen Beweis“, heißt es aus Forscherkreisen. Zugleich wird betont: „Weitere gezielte Studien sind erforderlich, um genau zu klären, ob der Wirkstoff selbst direkte Auswirkungen auf die Blutzirkulation im Auge hat.“ Die aktuelle Datenlage unterstreiche in jedem Fall, wie wichtig es sei, Patienten umfassend über mögliche Warnsymptome aufzuklären.

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KO KOSMO-Redaktion
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