Ein Wald voller Leichen, ein selbsternannter Prediger – und ein Urteil, das Geschichte schreibt.
Ein kenianisches Gericht hat den selbsternannten Pastor Paul Mackenzie in dieser Woche in Mombasa des Mordes an 191 Menschen für schuldig befunden. Im Shakahola-Wald nahe Malindi waren zuvor Hunderte Leichen entdeckt worden – bei den Opfern handelte es sich überwiegend um Kinder.
Mackenzies Todesversprechen
Mackenzie stand einem fanatischen Sektennetzwerk vor, dessen Mitglieder er dazu aufforderte, sich durch extremes Fasten in den Tod zu hungern – mit dem Versprechen, auf diese Weise „Jesus zu begegnen“. Die Staatsanwaltschaft legte ihm den Tod von 191 Personen zur Last. Der Fall zog internationale Aufmerksamkeit auf sich und rückte die Gefahren extremistischer Sektenpraktiken in den Fokus der Öffentlichkeit.
Das Urteil beleuchtet die verheerenden Folgen psychologischer Manipulation durch religiöse Gruppen.