Ein einziger Herbsttag soll verraten, ob es vor Weihnachten viel oder wenig Schnee gibt – zumindest wenn man einer alten Bauernregel glaubt.
Ob Österreich heuer tatsächlich weiße Weihnachten erlebt, lässt sich Ende Oktober noch nicht seriös vorhersagen. Eine alte Bauernregel zum 21. Oktober soll jedoch einen Hinweis darauf geben, wie schneereich die Wochen vor dem Christfest werden könnten. Wissenschaftlich belastbar ist diese Wetterweisheit allerdings nicht.
Ursula-Regel
Der 21. Oktober gilt traditionell als Gedenktag der heiligen Ursula und als sogenannter Lostag im Bauernkalender. Eine bekannte Wetterregel lautet: „Lacht Ursula mit Sonnenschein, wird wenig Schnee vorm Christfest sein.“ Zeigt sich der Ursulatag also sonnig, soll es der Überlieferung zufolge in den Wochen vor Weihnachten eher wenig Schnee geben.
Der Umkehrschluss funktioniert allerdings nicht automatisch: Ein bewölkter oder regnerischer 21. Oktober bedeutet nicht, dass Weihnachten zwangsläufig weiß wird. Bauernregeln entstanden aus über Generationen gesammelten Wetterbeobachtungen und dienten früher vor allem als Orientierung für die Landwirtschaft. Für eine konkrete Wetterprognose mehrere Wochen oder gar Monate im Voraus sind sie nicht zuverlässig genug.
Was sagt das Wetter morgen?
Ausgerechnet am diesjährigen Ursulatag zeigt sich Österreich wettertechnisch nicht einheitlich. Für Mittwoch, den 21. Oktober, werden regional große Unterschiede erwartet: Im Westen und Süden ziehen dichtere Wolken und teilweise Regen auf, während es vor allem im Osten zeitweise noch freundlich und sehr mild sein kann. Ein eindeutiges „Urteil“ der Bauernregel für ganz Österreich lässt sich damit ohnehin kaum ableiten.
Ob am 24. Dezember tatsächlich Schnee liegt, entscheidet sich erst wesentlich später. Maßgeblich sind die konkrete Wetterlage, Temperaturen und Niederschläge in den Tagen unmittelbar vor Weihnachten. Eine seriöse Prognose für weiße Weihnachten ist Ende Oktober noch nicht möglich.