Nicht jede Sensitiv-Zahnpasta schützt Zähne wirklich – ein neuer Test deckt auf, worauf es beim Kauf wirklich ankommt.
Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat gemeinsam mit der deutschen Stiftung Warentest insgesamt 18 Sensitiv-Zahnpasten unter die Lupe genommen. Im Mittelpunkt der Untersuchung stand der Kariesschutz – und dabei erwies sich Fluorid als entscheidender Faktor. Zehn der geprüften Produkte erzielten die Bewertung „gut“ oder „sehr gut“, vier wurden als „durchschnittlich“ eingestuft, und vier weitere schnitten „nicht zufriedenstellend“ ab.
Fluorid entscheidet
Fluorid gilt als zentraler Wirkstoff in Zahnpasta. VKI-Projektleiter Christian Undeutsch erklärt dazu: „Fluorid ist entscheidend für den Schutz der Zähne gegen Säuren und hilft, Mineralien an die Zahnoberfläche zurückzuführen.“ Alle 14 Zahnpasten, die Fluorid in ausreichender Konzentration enthalten, boten in der Prüfung einen sehr guten Kariesschutz.
Die vier Produkte ohne Fluorid – „Ben&Anna Sensitive Zahnpasta“, „Biomed Sensitive“, „Bioniq Repair-Zahncreme sensitiv akut“ und „Sante Vitamin B12 Sensitive Care Zahngel“ – konnten diesen Schutz hingegen nicht gewährleisten.
Abrieb & Verpackung
Auch der Abriebwert spielte bei der Bewertung eine Rolle. Zwar betont Christian Undeutsch: „Gesunden Zähnen schadet auch ein höherer Abrieb nicht, der harte Zahnschmelz hält ihn aus.“ Bei empfindlichen Zähnen kann ein zu starker Abrieb jedoch den Zahnzement angreifen. Die Zahnpasten von Dentalux, Meridol und Oral-B wiesen vergleichsweise hohe Abriebwerte auf und wurden deshalb trotz ihres wirksamen Kariesschutzes lediglich mit „durchschnittlich“ bewertet.
Was die Verpackung betrifft, fiel auf, dass elf der 18 getesteten Produkte in zusätzliche Faltschachteln verpackt sind – ein Umstand, der unnötigen Verpackungsabfall erzeugt. Klare Hinweise zur Entsorgung fanden sich ausschließlich auf den Verpackungen von Dentalux. Positiv zu vermerken ist, dass sämtliche Tuben über einen Manipulationsschutz verfügen.
Bei Lacalut besteht allerdings Nachholbedarf in puncto Recyclingfähigkeit, da die verwendeten Tuben nicht recycelbar sind.