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Geiseldrama

Entführte Österreicherin nach 21 Monaten endlich frei

Entführte Österreicherin nach 21 Monaten endlich frei
FOTO: Screenshot X
3 Min. Lesezeit |

21 Monate Gefangenschaft, eine Terrororganisation, stille Diplomatie und dann die Nachricht, auf die eine Familie so lange gewartet hat.

Nach mehr als 21 Monaten in Gefangenschaft ist die Österreicherin Eva Gretzmacher wieder auf freiem Fuß. Das österreichische Außenministerium bestätigte am Donnerstag, dass Gretzmacher – die im Jänner 2025 in der nigrischen Stadt Agadez entführt worden war – in der libyschen Stadt Bengasi freigelassen wurde. Gemeinsam mit ihr kam auch eine Schweizerin frei.

Diplomatischer Durchbruch

Die Freilassung der beiden Frauen war das Ergebnis eines vielschichtigen diplomatischen Prozesses, an dem unter anderem Saddam Haftar, der Sohn von General Chalifa Haftar, maßgeblich beteiligt war. Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger reagierte mit sichtlicher Erleichterung auf die Nachricht: „Wir alle sind sehr erleichtert, dass Eva Gretzmacher nach mehr als 21 Monaten wieder in Freiheit ist.“ Über den Zustand der Befreiten sagte sie: „Es scheint ihr so weit gutzugehen, und ich bin sehr beeindruckt von dieser starken Frau.“

Jahrzehnte in Niger

Die heute 73-jährige Gretzmacher hatte fast drei Jahrzehnte ihres Lebens in Niger verbracht und sich dort in Bildungs- und Entwicklungsprojekten engagiert. Kriminelle hatten sie entführt und in der Folge an eine terroristische Gruppierung übergeben. Die Grenzregion zwischen Niger, Mali und Burkina Faso gilt seit Jahren als Hochrisikogebiet, in dem islamistische Terrororganisationen aktiv sind.

Der Sohn von Eva Gretzmacher zeigte sich „überglücklich, dass der Spuk und die Geiselnahme beendet sind“ und bedankte sich bei den beteiligten Behörden sowie den Ländern Mali, Niger und Algerien, ebenso wie bei der Familie Haftar.

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KO KOSMO-Redaktion
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