Das Klimaticket wird teurer – aber längst nicht so stark, wie zunächst geplant. Die Regierung zieht die Preisbremse.
Ab 2027 wird das Klimaticket in Österreich teurer – allerdings deutlich moderater als ursprünglich vorgesehen. Verkehrsminister Peter Hanke hat die Preiserhöhung auf zwei Prozent gedeckelt, womit die zunächst geplante Steigerung von 3,6 Prozent vom Tisch ist. Das österreichweit gültige Ticket kostet künftig 1.428 Euro, was einem Aufschlag von 28 Euro entspricht. Das Klimaticket wurde seit Jahresbeginn 2025 für 1.179,30 Euro angeboten, nachdem es von der Einführung 2021 bis Ende 2024 bei 1.095 Euro gelegen hatte.
Parallel dazu wird auch die Autobahnvignette 2027 um zwei Prozent angehoben – bei einer aktuellen Inflationsrate, die mit 3,6 Prozent deutlich darüber liegt.
Bewusste Preisbremse
Hintergrund dieser Entscheidung ist eine Vereinbarung, die die Regierung bereits im Herbst 2025 getroffen hat: Gebühren und Abgaben, auf die der Bund Einfluss nehmen kann, sollen zurückhaltend angepasst werden, um die Inflation unter die Zwei-Prozent-Marke zu drücken und die finanzielle Belastung der Bevölkerung nicht weiter zu verschärfen. Neos-Verkehrssprecher Dominik Oberhofer stellte sich klar hinter diese Linie: „Diese Menschen jetzt noch stärker zu belasten und die Vignette und das Klimaticket um 3,6 Prozent zu erhöhen, wäre völlig falsch gewesen.“ Und weiter: „Daher ziehen wir jetzt die Preisbremse.“
Die moderatere Anpassung ist Teil einer bewussten Strategie, staatlich beeinflusste Kosten nicht als zusätzlichen Inflationstreiber wirken zu lassen. Besonders für jene, die häufig zwischen Österreich und dem Ausland pendeln, dürfte diese Entwicklung von praktischer Bedeutung sein.