Washington plant, Teheran plant und die mächtigste konventionelle Bombe der USA steht plötzlich im Mittelpunkt eines heiklen Szenarios.
Das US-Militär prüft derzeit den möglichen Einsatz der GBU-43/B Massive Ordnance Air Blast Bomb – kurz MOAB – gegen iranische Atomanlagen. Die neuen Angriffspläne sehen den Einsatz der 9,5 Tonnen schweren Waffe vor, wobei ein solcher Schritt sowohl vor als auch nach den US-Midterm-Wahlen am 3. November in Betracht gezogen wird.
MOAB im Fokus
US-Präsident Donald Trump hat das Militär beauftragt, konkrete Angriffspläne gegen Irans Energieinfrastruktur sowie gegen Atomanlagen auszuarbeiten. Im Zentrum dieser Planungen steht die MOAB, die als stärkste konventionelle Waffe im Arsenal der Vereinigten Staaten gilt. Als mögliches Ziel gilt unter anderem der Pickaxe Mountain, ein Geländeabschnitt in unmittelbarer Nähe der Atomanlage Natanz in der iranischen Provinz Isfahan.
Experten weisen allerdings darauf hin, dass die MOAB primär für Oberflächenziele konzipiert ist und nicht für das Eindringen in tief in Bergmassive eingelassene Anlagen geeignet ist.
Diplomatische Reaktionen
Satellitenaufnahmen zeigen, dass der Iran seine Verteidigungsanlagen rund um Natanz und den Pickaxe Mountain in den vergangenen Wochen merklich ausgebaut hat. Einem Insider zufolge, der gegenüber CNN Stellung nahm, könnte ein derartiger Angriff vor allem symbolische Wirkung entfalten – die tatsächliche militärische Effektivität gegen tief in Fels gehauene Anlagen bleibe hingegen fraglich.
Aus Teheran sind verstärkte diplomatische Aktivitäten zu beobachten, während das Weiße Haus bislang keine offizielle Stellungnahme zu den kursierenden Berichten abgegeben hat. Aus Regierungskreisen heißt es lediglich, dass „alle Optionen auf dem Tisch“ seien.