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Sicherheitspaket

Alkoholverbot am Hauptbahnhof: Start ab März 2027 geplant

Alkoholverbot am Hauptbahnhof: Start ab März 2027 geplant
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Kameras, Licht, Alkoholverbot: Linz zieht am Hauptbahnhof klare Grenzen – doch nicht alle halten die Maßnahmen für ausreichend.

Die Linzer Stadtregierung hat konkrete Schritte zur Verbesserung der Sicherheitslage am Hauptbahnhof eingeleitet. Am Donnerstag präsentierten vier Arbeitsgruppen ihre Empfehlungen, die neben einer umfassenden Videoüberwachung auch bessere Beleuchtung am Bahnhofsvorplatz und im Bahnhofspark vorsehen. Die Polizei steht hinter den Plänen und wird die Überwachung künftig selbst durchführen.

Für die technische Umsetzung der Videoüberwachung arbeitet die Stadt eng mit der Polizei und den Österreichischen Bundesbahnen zusammen. Bauliche Maßnahmen sollen den Bahnhofsvorplatz und den angrenzenden Park erfassen, wobei die notwendigen Mittel im kommenden Stadtbudget berücksichtigt werden.

Alkoholverbot ab 2027

Ab dem 1. März 2027 soll ein Alkoholverbot für das Bahnhofsgebäude, den Vorplatz und den Bahnhofspark gelten. Innerhalb des Bahnhofs liegt die Zuständigkeit für Einführung und Kontrolle bei den ÖBB, während die Bezirksverwaltungsbehörde eine ortspolizeiliche Verordnung für den Außenbereich ausarbeiten wird, die dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt wird. Der städtische Ordnungsdienst übernimmt die Kontrolle im öffentlichen Raum, flankiert von sozialarbeiterischen Begleitmaßnahmen.

Politische Reaktionen

Vizebürgermeister Martin Hajart (ÖVP) begrüßte die Pläne ausdrücklich, machte aber deutlich, dass er weitergehende Schritte für notwendig hält: „Das Alkoholverbot am Bahnhof ist höchst an der Zeit. Für mehr Sicherheit in Linz braucht es aber deutlich Mehr!“ Frauenstadträtin Eva Schobesberger (Grüne) verwies auf die gesellschaftliche Dimension des Themas und betonte: „Die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und geht uns alle an. […] Den Ausbau von Burschen- und Kritischer Männerarbeit halte ich daher für zentral.“

Darüber hinaus wurden der steigende Konsum von Suchtmitteln wie Kokain, Methamphetamin und Ketamin sowie Wartezeiten von bis zu sechs Monaten in der psychosozialen und psychiatrischen Versorgung als drängende Herausforderungen benannt.

Die Stadt will gemeinsam mit dem Land Oberösterreich eine übergreifende Präventionsstrategie entwickeln.

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KO KOSMO-Redaktion
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