Bei einer befremdlichen Aktion auf einer Tankstelle entblößte sich eine Frau und sorgte mit lautstarkem Randalieren für Aufregung unter den Passanten, welche die Szene mit ihren Smartphones festhielten.

Nicht der erste Vorfall
Die Frau, eine 49-jährige Zahnärztin aus Nordrhein-Westfalen, war stark alkoholisiert. Dies war nicht ihr erster Vorfall dieser Art, da sie bereits in der Vergangenheit durch ähnliche Aktionen und Polizeieinsätze auffiel. Besorgniserregender ist, dass sie trotz ihrer Abhängigkeit von Alkohol und Medikamenten weiterhin als Ärztin tätig ist.
Schockierende Szenen in der Praxis
Erst kürzlich kam es in ihrer Praxis zu einem weiteren Zwischenfall, bei dem die Zahnärztin mit einer Machete hantierte und behauptete, sie befände sich „im Dschungel“. Als Reaktion darauf sagten die Arzthelferinnen alle Termine ab und gaben bekannt, die Ärztin sei kurzfristig erkrankt.
Trotz der Gefahr, die von ihrem Zustand ausging, berichteten Mitarbeiterinnen, dass bisher glücklicherweise keine Behandlungsfehler passiert seien, was wohl der erfahrenen Helferin zu verdanken sei.
Rechtliche Konsequenzen stehen aus
Im Laufe dieses Jahres gab es bereits sieben Strafanzeigen gegen die Zahnärztin, unter anderem wegen Beleidigung, Körperverletzung und Drogenkonsum. Bei einem ihrer Ausbrüche wurde sie völlig entkleidet und mit einem Alkoholpegel von 3,2 Promille von der Polizei aufgegriffen und in Gewahrsam genommen.
Die Frage, wie eine Person, die so offensichtlich mit Alkoholproblemen zu kämpfen hat, weiterhin ihre zahnärztliche Tätigkeit ausüben kann, wirft berechtigte Zweifel auf. Die zuständige Aufsichtsbehörde – die Bezirksregierung Arnsberg – steht vor einer Herausforderung. Die gesetzlichen Hürden für den Entzug der Approbation sind hoch, und zwar zu hoch, um sofortiges Handeln zu ermöglichen. Ein Vertreter bestätigte, dass man alle rechtlichen Möglichkeiten prüft.
Trotz mehrfacher Versuche, professionelle Hilfe zur Bewältigung ihrer Suchtprobleme in Anspruch zu nehmen, hat die Zahnärztin bisher jede begonnene Therapie vorzeitig abgebrochen. Auf Anfrage der „Bild“ wollte sie sich zu den Vorfällen nicht äußern.