Bei einem besorgniserregenden Vorfall sollen drei Zwölfjährige während eines Jugendlagers an einem Klassenkameraden sexuelle Übergriffe vorgenommen haben.
Die Ereignisse haben einen Ort im Tiroler Unterland erschüttert und intensive Untersuchungen durch das Landeskriminalamt (LKA) Tirol nach sich gezogen.

Eltern fordern Konsequenzen
Eltern und Einwohner der Gemeinde sind tief beunruhigt und haben in ihrer Besorgnis die Öffentlichkeit sowie die Bildungsdirektion alarmiert. Sie äußern die Furcht, dass die Ereignisse ungestraft bleiben könnten. „Wir Eltern haben einfach Angst um unsere Kinder“, teilt eine besorgte Elterngruppe mit.
Ermittlungen im Gange
Auf Anfrage der „Krone“ bestätigte die örtliche Polizeidienststelle, dass Anzeigen aufgenommen wurden, doch die Leitung der Untersuchung liegt beim LKA Tirol. „Wir bestätigen, dass es Ermittlungen in dieser Causa gibt. Näheres teilen wir aus Opferschutzgründen derzeit nicht mit.“, so Katja Tersch, die Leiterin des LKA. Ermittelt wird wegen sexueller Handlungen.
Schule ergreift Maßnahmen
Die Bildungsdirektion Tirol weist die Behauptung zurück, dass der Vorfall nicht ernst genommen werde. „Drei Schüler sind sofort bis zum Ende des Unterrichtsjahres suspendiert worden. Die Schulpsychologie hat mit mehreren Klassen der Schule den Fall aufgearbeitet“, erklärt die Direktion. Darüber hinaus wurde ein formeller Antrag auf Schulausschluss der involvierten Schüler eingereicht, welcher derzeit noch bearbeitet wird.
Unterstützung durch Kinder- und Jugendhilfe
Paul Gappmaier, der Bildungsdirektor, bekräftigt, dass neben dem schulischen Vorgehen auch die Kinder- und Jugendhilfe eingebunden wurde, um eine umfassende Unterstützung sicherzustellen. Aufgrund des Alters der involvierten Schüler sind strafrechtliche Konsequenzen nicht möglich.