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Fanszene

EM 2024: Streit um Tribünenplätze – Kritik an Influencern bei Ticketvergabe

EM 2024: Streit um Tribünenplätze – Kritik an Influencern bei Ticketvergabe
Ivana Knöll. Die 31-Jährige wurde erstmals einer grossen Öffentlichkeit während der WM in Katar 2022 bekannt. (FOTO: EPA-EFE/Georgi Licovski)
2 Min. Lesezeit |

In der Welt des Profi-Fußballs hat sich eine neue Debatte entzündet. Im Mittelpunkt: Die Rolle und Präsenz von Influencern in den Stadien. Die Fanszene fordert eine klar definierte Unterscheidung zwischen echten Anhängern und denen, die kommerzielle Interessen verfolgen – eine Thematik, die Thomas Kessen, Sprecher der Fan-Organisation „Unsere Kurve e.V.“, deutlich macht.

Erweisen sich die traditionellen Tribünenplätze bei der Fußball EM 2024 als ausverkauft, stellt sich die Frage nach der Gerechtigkeit in der Vergabe dieser begehrten Plätze. Denn Fans haben besonders während der Fußball-EM festgestellt, dass Influencer häufig ohne echtes Faninteresse im Stadion anwesend sind. Und das mit kostenlosen Karten, die ihnen von ihren Werbepartnern zur Verfügung gestellt werden. Diese Praxis zieht zunehmend Kritik auf sich, da sie nicht nur die Atmosphäre im Stadion verändert, sondern auch die Werte, die die Fußballkultur traditionell vertritt.

Stimmen aus der Fanszene

Die Kernkritik vieler Fußballfans richtet sich gegen die wahrgenommene Ungleichbehandlung innerhalb der Stadien. Sie argumentieren, dass die Vergabe von Plätzen an Personen, die primär kommerzielle Ziele verfolgen und sich in den sozialen Medien inszenieren wollen, eine Abkehr von den traditionellen Werten des Fußballs darstellt. Die Anwesenheit dieser Influencer, die oft mit professionellem Equipment ausgestattet sind, verändert nicht nur die Stimmung, sondern auch die Authentizität der Fan-Erlebnisse.

Rolle der Vereine und Verbände

Laut Thomas Kessen, Sprecher der Fan-Organisation „Unsere Kurve e.V.“, ergibt sich daraus eine klare Verantwortung für die Fußballorganisationen. Sie müssen regulierend eingreifen und klare Richtlinien zur Trennung von Arbeitsbereichen innerhalb der Stadien schaffen. Während die Pressetribünen für die Berichterstattung und gewerbliche Aktivitäten vorgesehen sind, sollten die übrigen Tribünen den Fans vorbehalten bleiben, die aus Leidenschaft zum Spiel kommen. Diese Forderung zielt darauf ab, sowohl die Interessen der Fans als auch die Integrität des Spiels zu schützen.

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KO KOSMO-Redaktion
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