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Luftraumverletzung

F-16-Alarm: NATO jagt Putins Drohne an der Donau

F-16-Alarm: NATO jagt Putins Drohne an der Donau
(FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Erneut dringt eine russische Drohne in NATO-Gebiet ein. Rumänien verfolgt das unbemannte Flugobjekt mit Kampfjets und verurteilt den 50-minütigen Luftraumverstoß scharf.

Nach einer weiteren Drohnenverletzung des NATO-Luftraums hat Rumänien scharfe Kritik an Moskau geübt. In der Nacht verfolgten zwei F-16-Kampfjets der rumänischen Luftwaffe eine aus Russland stammende Drohne, die aus ukrainischem Gebiet eingedrungen war. Die Kampfflugzeuge starteten von der Luftwaffenbasis Fetesti und verfolgten das unbemannte Flugobjekt etwa 50 Minuten im rumänischen Luftraum, bevor es wieder in die Ukraine zurückkehrte, wie Außenministerin Toiu Oana über den Kurznachrichtendienst X mitteilte. Während des Vorfalls unterstützten auch zwei deutsche Eurofighter bei der Luftraumüberwachung.

„Zwar waren die Menschen in Rumänien nie in Gefahr, aber solche Aktionen Russlands sind inakzeptabel und rücksichtslos„, erklärte die Außenministerin in ihrer Stellungnahme. Das rumänische Verteidigungsministerium bestätigte, dass die Drohne keine bewohnten Gebiete überflog und keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung bestand. Die Regierung in Bukarest verurteilte den Vorfall mit Nachdruck und kündigte an, sämtliche erforderlichen Schritte zum Schutz der nationalen Sicherheit und territorialen Integrität zu ergreifen. Oana betonte zudem die enge Abstimmung mit den Partnern in EU und NATO bezüglich der „Provokationen Russlands, einschließlich der jüngsten“.

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Beinahe-Abschuss

Verteidigungsminister Ionut Mosteanu präzisierte, dass die Kampfflugzeuge die Drohne zwar nicht abgeschossen hätten, jedoch „kurz davor“ gewesen seien. Die Piloten hätten über die vollständige Autorisierung verfügt, „bei Bedarf das Feuer zu eröffnen“. Nach Angaben des Ministers drang das Flugobjekt aus dem ukrainischen Luftraum ein und kehrte später dorthin zurück.

NATO-Luftraumverletzungen

Der Vorfall reiht sich in eine Serie ähnlicher Grenzverletzungen ein. Erst in der Nacht zum Mittwoch waren mindestens 19 russische Drohnen tief in den Luftraum Polens eingedrungen, wobei mindestens drei von der polnischen Luftwaffe abgeschossen wurden. Die polnische Regierung und weitere NATO-Staaten werteten diese Vorfälle als gezielte Provokation gegen das gesamte westliche Verteidigungsbündnis. Das polnische Militär bezeichnete die Drohneneinfälle als „militärischen und politischen Test nicht nur für Polen, sondern für die gesamte NATO“. Der polnische Regierungschef Donald Tusk bezeichnete die Situation in einer Parlamentsrede als schwerste Bedrohung seit dem Zweiten Weltkrieg.

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Auch der Militärexperte Oberst Markus Reisner schließt Navigationsfehler oder technische Defekte als Ursache aus.

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KO KOSMO-Redaktion
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