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Heizkostenvergleich

Heiz-Drama im Bundesländer-Vergleich: Wo Heizen zum Luxus wird

Heiz-Drama im Bundesländer-Vergleich: Wo Heizen zum Luxus wird
Foto: iStock
3 Min. Lesezeit |

Heizen kostet – doch je nach Bundesland zahlen Haushalte deutlich unterschiedlich. Eine neue Auswertung zeigt, wo die Heizkosten in Österreich am höchsten sind.

Der „Atlas für Energie, Wärme & Wasser 2026“ des Messdienstleisters Techem zeigt erhebliche regionale Unterschiede bei den Heizkosten in Österreich. Für die Auswertung wurden anonymisierte Verbrauchsabrechnungen aus dem Jahr 2025 von rund 198.000 Wohnungen in etwa 11.000 Mehrfamilienhäusern analysiert. Im österreichweiten Durchschnitt kostete das Beheizen eines Quadratmeters Wohnfläche 8,33 Euro brutto pro Jahr. Berücksichtigt wurden Erdgas, Fernwärme und Heizöl. Die Zahlen beziehen sich auf die untersuchten Gebäude und sind keine vollständige Erhebung aller Haushalte in Österreich.

Regionale Unterschiede

Mit 11,14 Euro pro Quadratmeter war Salzburg 2025 das teuerste Bundesland beim Heizen. Dahinter folgten Kärnten mit 9,91 Euro und die Steiermark mit 9,55 Euro. Auch im Burgenland lagen die durchschnittlichen Kosten mit 8,60 Euro über dem österreichweiten Mittelwert. In Niederösterreich waren es 8,28 Euro, in Tirol 7,89 Euro. Oberösterreich und Wien lagen mit 7,55 beziehungsweise 7,54 Euro nahezu gleichauf. Am günstigsten war das Heizen in Vorarlberg mit 6,82 Euro pro Quadratmeter und Jahr.

Für eine 70 Quadratmeter große Wohnung ergibt sich auf Basis dieser Durchschnittswerte ein deutlicher Unterschied: In Salzburg entsprechen die Kosten rechnerisch 779,80 Euro pro Jahr, in Vorarlberg 477,40 Euro. Das macht eine Differenz von 302,40 Euro jährlich. Dabei handelt es sich um eine Hochrechnung anhand der durchschnittlichen Quadratmeterkosten – die tatsächliche Rechnung hängt unter anderem vom Verbrauch, dem Gebäude und dem verwendeten Energieträger ab.

Energiemix & Umrüstung

Bei den untersuchten Mehrfamilienhäusern ist Fernwärme mit 51,4 Prozent der am häufigsten eingesetzte Energieträger. Dahinter folgen Erdgas mit 30,3 Prozent, Heizöl mit 9,2 Prozent, Strom mit 5,1 Prozent und Holz mit 4 Prozent. Laut Techem entfielen 2025 insgesamt 64 Prozent der Wärmeversorgung in den analysierten Gebäuden auf fossile Energieträger. Die Anteile der einzelnen Energieträger dürfen daher nicht einfach mit den Heizkostenanteilen gleichgesetzt werden.

Auch beim Umstieg auf Wärmepumpen sieht Techem Potenzial: 22 Prozent der untersuchten Heizungsanlagen sind bereits niedertemperaturfähig und damit für den Betrieb mit einer Wärmepumpe geeignet. Werden zusätzlich die Heizkörper ausgetauscht, könnte dieser Anteil laut Auswertung auf 76 Prozent steigen. Ob eine Umrüstung im Einzelfall sinnvoll und technisch möglich ist, hängt jedoch von den baulichen Voraussetzungen und der jeweiligen Heizungsanlage ab.

Abrechnung prüfen

Auch bei der Heizkostenabrechnung gelten klare gesetzliche Vorgaben. Nach dem Heiz- und Kältekostenabrechnungsgesetz muss die schriftliche Abrechnung grundsätzlich spätestens sechs Monate nach Ende der Abrechnungsperiode erstellt werden. Betroffene haben außerdem Anspruch auf Einsicht in die Abrechnung und die dazugehörigen Belege. Wer eine fehlerhafte Abrechnung vermutet, sollte rasch handeln: Nach dem Gesetz müssen schriftlich begründete Einwendungen grundsätzlich innerhalb von sechs Monaten nach Rechnungslegung erhoben werden.

Besonders wichtig ist es, die angegebene Nutzfläche, die Zählerstände und die Berechnung des eigenen Verbrauchsanteils zu kontrollieren. Bei Unklarheiten sollten Bewohner die Abrechnung und die zugrunde liegenden Belege prüfen, bevor sie eine Nachzahlung ungeprüft akzeptieren.

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KO KOSMO-Redaktion
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