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INTERVIEW

Ivona Aleksić – eine Mutter, der andere Frauen vertrauen

FOTOS: Instagram/Frau Aleksic

Ivona Aleksić, von Beruf Lehrerin, mittlerweile aber als Influencerin tätig, hat ihr heimatlichen Bosnien der Liebe wegen verlassen und ihr Glück in Zürich gefunden, wo sie sich neben einer Familie eine große Gemeinde an Instagram-Followern aufbaute, die auf ihrem Profil unter dem Namen „Frau Aleksić“ täglich ihr Leben und das ihrer inzwischen fünfköpfigen Familie verfolgen.

“Als ich von Bosnien in die Schweiz übersiedelt bin, habe ich ein neues, ganz anderes Leben begonnen und habe mit meinen Aktivitäten auf Instagram versucht, die Sehnsucht nach meiner Familie und meinen Freunden zu bewältigen. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass mein Profil so stark wachsen würde. Damals war mir manches überhaupt nicht bewusst, aber jetzt würde ich (wahrscheinlich) viele Dinge anders machen, wenn ich noch einmal von Anfang anfangen könnte“, sagt Ivona im Gespräch mit KOSMO.

Obwohl es auf Instagram viele Profile von Müttern gibt, die ihr Alltagsleben teilen, andere Mütter beraten oder Tricks weitergeben, die sie in der Kindererziehung anwenden, hob sich Ivonas Profil schnell von dieser Masse ab, und zwar, wie sie sagt, aus einem einzigen entscheidenden Grund.

“Ich kann nicht sagen, dass ich etwas habe, was die anderen Frauen auf Instagram nicht haben, aber vielleicht sind es die Emotionen in meinen Inhalten, die spezifisch sind und denen mein Profil wahrscheinlich seinen Zulauf verdankt.”

Den Kommentaren nach zu urteilen, die sich unter Ivonas Posts finden, sind ihre drei Töchter Jana, Iva und Mila in der Instagram-Welt echte Stars und ihre Fotos begeistern eine Menge Menschen. Da die drei Mädchen noch sehr klein sind und ein viertes Mitglied ihrer Gruppe unterwegs ist, haben wir Ivona gefragt, welche Tricks sie anwendet, um diese perfekten Fotos ihrer Töchter aufzunehmen.

“Ich habe wirklich keinen Plan, wenn es um die Posts geht, und ich folge oft nicht dem Algorithmus und der Zeit, die angeblich zum Posten am besten sind. Auf dem Profil entsteht alles spontan außer natürlich den professionellen Fotos oder den Fotos, die für Produktwerbungen aufgenommen werden“, erklärt Ivona und fügt hinzu, dass ihre Töchter sich noch nicht bewusst sind, dass sie so viele Fans haben.

“Es ist vorgekommen, dass uns in Bosnien oder Serbien jemand auf der Straße anspricht und mit ihnen redet und ihnen sagt, dass er sie von Instagram kennt. Aber sie wissen noch gar nicht, was Instagram ist, und sie haben noch kein Tablet oder Telefon oder überhaupt Internet.”

Die Bekanntheit und die Beliebtheit bringen viele Vorteile, aber leider auch Nachteile mit sich, was auch Ivona bestätigt. Sie betont jedoch, dass sie sich in ihrer Arbeit vor allem auf das Positive konzentriert.

Durch Instagram habe ich viele Freunde und viele tolle Frauen kennengelernt, mit denen ich täglich im Kontakt bin.

Ivona Aleksić

“Durch Instagram habe ich viele Freunde und viele tolle Frauen kennengelernt, mit denen ich täglich im Kontakt bin. Ich habe meine Arbeit bei Rossen Biokosmetik begonnen und beziehe dort ein Gehalt, kann aber doch jeden Tag meine Zeit mit meinen Kindern zu Hause verbringen. Was die negativen Seiten betrifft, so gibt es nicht viele und ich habe auch keine Zeit, mich damit zu beschäftigen. Es ist ganz klar, dass mich nicht alle mögen können und dass mich nicht alle gut finden, und aus diesem Grund gab es einige unangenehme Situationen und Messages, aber angesichts der realen Probleme des Lebens, die mich in Anspruch nehmen, vergesse ich die gleich wieder.“

Frau Aleksić betont, dass der Schlüssel zum Erfolg in den Netzwerken in der Interaktion mit den Followern liegt, denen man auf ihre viele Fragen und Kommentare antworten muss. Da ihr Instagram-Profil mit der Zeit ebenso größer geworden ist wie ihre Familie, haben auch die Verpflichtungen zugenommen und Ivona denkt jetzt über einen vorübergehenden Rückzug aus den sozialen Netzwerken nach.

Ich denke ernsthaft darüber nach, mich zurückzuziehen oder zumindest eine Pause zu machen, bis ich mich besser organisiert habe.

Ivona Aleksić

 „Ich würde jedem, der sich eine große Follower-Gemeinde und einen Platz in den sozialen Netzwerken wünscht, raten, einen interessanten, realistischen Inhalt und viel Kommunikation mit den Leuten zu planen. Ich glaube, die Menschen wollen Feedback, sie wollen Ratschläge austauschen, Lebensgeschichten erzählen… Leider kann ich das aufgrund meiner immer zahlreicheren Pflichten nicht leisten und denke ernsthaft darüber nach, mich zurückzuziehen oder zumindest eine Pause zu machen, bis ich mich besser organisiert habe. Für den Anfang habe ich entschieden, mich am Wochenende auszuklinken und mein Telefon wegzulegen. Dann sehe ich weiter“, kündigt Ivona an.

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Nachdem sie ihr Bachelorstudium an der Fakultät für Politikwissenschaften in Belgrad abgeschlossen hat, begann Aleksandra ihre journalistische Karriere bei der Tagespresse in Serbien, wo sie bis zu ihrem Master-Abschluss gearbeitet hat. Letztes Jahr verschlug es die wissbegierige Serbin schließlich nach Wien. Jetzt lebt sie ihre Leidenschaft für Journalismus als Redakteurin des KOSMO-Magazins aus. Stets professionell und mit viel Interesse, berichtet sie über aktuelle politische und gesellschaftliche Themen. In ihrer Freizeit liest die Politologin am liebsten ein Buch, oder entdeckt auf ihrem Fahrrad neue Orte in Wien.