Kolinda übernimmt Trainerposten im kroatischen Nationalteam

ÜBERRASCHUNG

Kolinda übernimmt Trainerposten im kroatischen Nationalteam

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Die kroatische Staatspräsidentin hat heute wohl nicht nur die Fußballwelt überrascht.

Auf einer dringend einberufenen Pressekonferenz in den Fürstenhöfen („Banski dvori“) in Zagreb, erschien Kolinda zu der Überraschung aller Anwesenden mit Fußball-Legende Davor Šuker, zugleich dem Präsidenten des kroatischen Fußballverbandes. „Heute geht es um etwas, das unseren Leuten viel wichtiger ist als die Politik oder das neue Budget: die Lage unseres Fußballs und vor allem unseres Nationalteams“, kündigte Kolinda zu Beginn der Pressekonferenz an.

Ab 1.1.2019 im Amt

Was jedoch dann folgen sollte, schockte sogar die ältesten unter den anwesenden Sportjournalisten. „Wir haben in der Nations League versagt. Und da gibt es für einen Vizeweltmeister nichts zu beschönigen. Das 0:6 gegen Spanien war einer der traurigsten Tage für mich, fast so traurig wie der Todestag von General Praljak. Nach mehrwöchigen Gesprächen mit dem Verband, sind wir zur Entscheidung gekommen, dass ich das Nationalteam ab 1.1.2019 trainieren werde“, so die Staatspräsidentin. „Wir alle wissen, wie wichtig Fußball für den Bestand unserer Nation ist. Und auch wenn es für euch vielleicht verrückt wirkt, ich habe mir mit Otto Barić (85) und Ćiro Blažević (83) die besten Berater geholt“, so Kolinda, die die „Feurigen“ (Vatreni) mit einem eigenen Beraterteam führen wird.

„Das gute, alte Tuđman-Prinzip“

Franjo Tuđman Miroslav Blažević
Miroslav Blažević, der Kroatien 1998 zur WM-Bronze führte, machte nie ein Geheimnis daraus, dass der einstige Staatspräsident Tuđman oft mit ihm mitentschieden hat. FOTO: Screenshot/Youtube

Als die Journalisten sie fragten, ob sie sich denn kompetent genug fühle, um das Nationalteam zu führen, sagte Kolinda: „Sie erinnern sich doch an die neunziger Jahre. Oder? Damals hat zwar Ćiro Blažević, mein neuer Berater, das Team als Trainer zur WM-Bronze 1998 geführt, aber die wichtigsten Entscheidungen in der Aufstellung hat Staatspräsident Franjo Tuđman getroffen. Das ist mittlerweile eine kroatische Tradition, die politischen Idealismus mit sportlichem Ehrgeiz verbindet“. „Das gute, alte Tuđman-Prinzip hat uns damals große Flügel verliehen, ähnlich wie Red Bull der Mannschaft von Leipzig. Wir sind alle damals aus Liebe zum Vater der Nation über uns hinausgewachsen“, erinnerte sich Šuker.

Psychotherapeut und Pfarrer kommen zum Team

Nachdem der erste Schock unter den Journalisten halbwegs verdaut war, präsentierte Kolinda ihre Pläne. In diesen ist ein eigener Pfarrer und ein Psychotherapeut für das Nationalteam vorgesehen. „Der Pfarrer wurde mir von Kardinal Josip Bozanić zugesichert. Gleichzeitig hole ich einen amerikanischen Psychotherapeuten, der schon vor Jahrzehnten in Afghanistan war und den ich noch aus meiner NATO-Zeit kenne. Wir müssen unsere Form mental erneuern und wieder auf unser Spielniveau kommen, welches wir bei der WM schon hatten“, so Kolinda. Der amerikanische Psychotherapeut, den Insider auch „The magic man“ nennen, hat vor allem mit verwundeten US-Kriegern in Afghanistan gearbeitet und schaffte es laut Kolinda damals sogar, schwer verletzte Soldaten für eine Rückkehr an die Front zu begeistern. „Ich bin in Russland mit dem Team zusammengewachsen. Modrić ist so etwas wie mein zweiter Sohn. Was wenige wissen: In der Halbzeit gegen Russland habe ich auch eine Ansprache gehalten“, verriet die Staatspräsidentin.

Kolinda Grabar Kitarovic Vladimir Putin
Kolinda Grabar-Kitarović: „Wir müssen wieder zu unserer WM-Form finden“. Foto: Facebook/Kolinda Grabar-Kitarović

Subašić und Mandžukić kehren zurück

Während in Fußballtrainer-Kreisen die Einberufung von Kolinda zur Trainerin des Nationalteams skeptisch gesehen wird, gibt es zumindest eine Nachricht von der Pressekonferenz, die wohl zweifellos alle erfreut hat: Torwart Danijel Subašić und Mario Mandžukić werden in das Nationalteam zurück kehren.

Bozanic Kolinda
Kardinal Josip Bozanić wird Kolinda einen Pfarrer zur „religiösen Betreuung“ des Nationalteams schicken. FOTO: Facebook/Kolinda Grabar-Kitarović

Mandžukić, der nach der WM das Team verlassen hatte, bestätigte dies im kroatischen Radio HRT2. „Die Mutter, wie wir sie alle in Russland nannten, hat mich vor einigen Tagen angerufen. Wenn sie mich ruft, dann komme ich, ja“, so Kroatiens bekannter Torschütze Mandžukić.

*Diese Meldung hat satirischen Charakter.*