Seit heute sind die Produktionsbänder der echten Salzburger Mozartkugel von „Mirabell“ im Werk Grödig bei Salzburg endgültig stillgelegt. Diese Maßnahme wurde ein halbes Jahr nach der angekündigten Schließung durch den Süßwarenhersteller „Salzburg Schokolade“ umgesetzt.

Besonders drastisch ist die fehlende soziale Absicherung für die 65 betroffenen Mitarbeiter, was scharfe Kritik vonseiten der Gewerkschaft hervorrief. Erst kürzlich fand eine Protestkundgebung vor dem Werk statt.
Die Produktion wurde zwar in Grödig gestoppt, doch die dortigen Maschinen werden weltweit weiterverwendet. Geschäftsführer Friedrich Plail erklärte im Ö1-„Morgenjournal“, dass rund 30 Käufer aus Europa, Ägypten und Mauritius die Maschinen erworben haben. Die zukünftige Nutzung des Werksgebäudes ist noch unklar, da bisher keine konkreten Kaufangebote vorliegen.
Ungewisse Zukunft der Mozartkugelproduktion
Der Markeninhaber Mondelez aus den USA hat beschlossen, die Produktion der Mirabell-Mozartkugeln fortzusetzen. Die genaue zukünftige Produktionsstätte bleibt jedoch unbekannt, da entsprechende Anfragen unbeantwortet blieben. Gleichzeitig wird der Verkauf von Restbeständen in Grödig fortgesetzt, wobei Plail davon ausgeht, dass diese spätestens bis Ende nächster Woche vergriffen sein werden.
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Laut den „Salzburger Nachrichten“ soll der Verkauf des Werksgeländes zur Tilgung der offenen Gläubigerforderungen aus der Insolvenz von 2021 beitragen. Die damalige Übernahme durch die KEX-Gruppe zielte offenbar nicht auf eine langfristige Fortführung des Betriebs ab. Daniel Mühlberger von der Gewerkschaft Pro-Ge kritisierte das Fehlen eines Sozialplans und bezeichnete die Vorgänge als skandalös. Konzernsprecher Peter Schiefer erklärte, dass für zusätzliche Leistungen kein finanzieller Spielraum vorhanden sei.