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MUTTERSPRACHE-LERNEN

Muttersprache lernen in Wien: Drei BKS Sprachschulen

Muttersprache lernen in Wien: Drei BKS Sprachschulen
(FOTO: iStock/Zerbor, Martin Holverda, Fabianodp, Natalie_)
8 Min. Lesezeit |

Prosvjetas serbische Sprachschule

Da die serbische Bevölkerungsgruppe in Österreich zahlreich ist, besteht Bedarf an der Gründung einer serbischen Schule, die die Bewahrung der nationalen und kulturellen Identität ermöglicht. Die serbische Kultur- und Bildungsgesellschaft Prosvjeta ist aus dem Bedarf heraus entstanden, der großen serbischen Gemeinschaft in Österreich geistiges, ökonomisches und kulturelles Wohlergehen für sich selbst, ihre Familien und ihr Umfeld zu sichern. Als eines der wichtigsten Projekte der Bildungs- und Kulturgesellschaft begann Mitte September 2013 die Durchführung des Projekts „Prosvjeta-Schule der serbischen Sprache”.

Die Idee kam von Prof. Srdjan Mijalkovic, dem Träger und auch Leiter des Projekts. Das Ziel ist es, serbischen und anderen Kindern, die dies wünschen und die in Wien leben, zu ermöglichen, die serbische Sprache und Kultur zu erlernen und zu pflegen, um bei ihnen das Gefühl für die nationale Zugehörigkeit zu bewahren und zu fördern. Die Prosvjeta-Schule der serbischen Sprache besuchen Kinder im Alter von sieben bis 15 Jahren sowie Jugendliche von 15 bis 19 Jahren. Für die Kleinsten im Alter von drei bis sechs Jahren gibt es die Kleine Erzählwerkstatt. Der Unterricht erfolgt in Gruppen und diese werden nach dem Alter, aber auch nach dem Niveau der Sprachkenntnisse zusammengestellt.

„In unseren Schulen herrscht eine große Heterogenität, je nachdem, welcher Generation die Schüler angehören und wie sehr sie im Alltag mit der serbischen Sprache in Berührung kommen. Durch Gespräche mit Familienmitgliedern, Freunden, aber auch durch Musik, Filme und Besuche im serbischsprachigen Raum, sind ihre Sprach- und AussprachekeNntnisse unterschiedlich”, betont eine der Lehrerinnen der Prosvjeta-Schule, Aleksandra Tanasković.

(Foto: zVg.)

Mehrere Standorte in Österreich


25 Professoren der serbischen Sprache, die auch in österreichischen Volksschulen unterrichten oder eine andere pädagogische Ausbildung haben, stehen für den Unterricht bereit. Die Prosvjeta-Sprachschule ist mit 24 Standorten in Österreich vertreten. Allein in Wien betreut diese Schule 230 Schüler und außerhalb Wiens sind es ca. 450.

„Neben der Beherrschung der kyrillischen Druck- und Schreibschrift konzentrieren wir uns im Unterricht auf den richtigen Gebrauch der serbischen Sprache einschließlich Grammatik und Rechtschreibung. Auch Geschichte, Tradition und Kultur des serbischen Volkes und die Geografie Serbiens, sowie Religion nehmen wichtigen Raum ein. Allerdings beschäftigen wir uns abhängig davon, woher unsere Schüler stammen, auch mit der Geschichte und Geografie verschiedener anderer Regionen und Länder des ehemaligen Jugoslawiens. Wie bemühen wir uns auch, unseren Schülern die wichtigsten religiösen Bräuche und Feiertage näherzubringen”, sagt Aleksandra.

Neben der Schule der serbischen Sprache organisiert die Prosvjeta auch verschiedene Veranstaltungen, Exkursionen, Spaziergänge, sowie Ausflüge für Kinder. Mehr Informationen auf der Website: ­www.prosvjeta.at.

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KO KOSMO-Redaktion
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