Testfahrten laufen bereits, während letzte Arbeiten erledigt werden: Die neue Straßenbahnlinie 12 soll schon bald vier Wiener Bezirke miteinander verbinden.
Die Straßenbahnlinie 12 in Wien-Leopoldstadt steht kurz vor ihrer Fertigstellung. Aktuell laufen bereits die ersten Testfahrten auf dem neu errichteten Streckenabschnitt. Die Wiener Linien planen, den Betrieb im Herbst aufzunehmen. Mit der neuen Linie soll das Nordbahnviertel besser an drei weitere Bezirke angebunden werden.
Derzeit werden noch letzte Oberflächenarbeiten durchgeführt. Ein exaktes Datum für die Inbetriebnahme steht noch nicht fest. Ob der angestrebte Herbsttermin eingehalten werden kann, wird Mitte August bekannt gegeben.
Neue Streckenführung
Die neue Trasse erstreckt sich über 2,2 Kilometer zwischen der Kreuzung Nordbahnstraße/Taborstraße und der Hillerstraße im Stuwerviertel. Auf 230 Metern wurde ein begrüntes Gleisbett angelegt. Nach ihrer Fertigstellung wird die Linie 12 vier Wiener Bezirke miteinander verbinden: Leopoldstadt, Brigittenau, Alsergrund und Josefstadt.
📍 Ort des Geschehens
Ab der Taborstraße nutzt der 12er die bereits bestehenden Gleise der Linien 33 und 5.
In den kommenden zehn Jahren wird die Strecke auch durch das entstehende Stadtgebiet am Nordwestbahnhof führen.
Konkrete Vorteile für Anrainer
Die neue Linie bringt deutlich verkürzte Fahrzeiten für Bewohner der angebundenen Viertel. Beispielsweise reduziert sich die Fahrzeit von der S-Bahn-Station Traisengasse zur Friedensbrücke von bisher 13 auf künftig nur noch sieben Minuten. Besonders wichtig für Pendler: Die Linie 12 ermöglicht rund 250.000 Anwohnerinnen und Anwohnern künftig einen direkten Umstieg zu vier U-Bahn-Linien (U1, U4, U6 und künftig U5).
Mit der Erschließung des Nordbahnviertels und des künftigen Nordwestbahnhofviertels werden diese wachsenden Stadtentwicklungsgebiete erstmals direkt an das Wiener Straßenbahnnetz angebunden. Dies bedeutet nicht nur eine verbesserte Erreichbarkeit von Wohnungen, Arbeitsplätzen und Schulen, sondern soll auch den Individualverkehr in diesen dicht besiedelten Gebieten entlasten.