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Plasma spenden: Warum deine Spende Leben rettet

Plasma spenden: Warum deine Spende Leben rettet
Plasma spenden in Österreich: Warum deine Spende Leben rettet (Foto: Europlasma)
7 Min. Lesezeit |

Niemand kann Plasma künstlich herstellen. Dieser Satz klingt einfach – doch dahinter steckt eine der wichtigsten Botschaften der heutigen Medizin. Denn täglich brauchen tausende Menschen Medikamente, die aus gespendetem Blutplasma hergestellt werden.

Ohne freiwillige Spenderinnen und Spender gibt es für diese Patientinnen und Patienten schlicht keine Versorgung. Deshalb haben wir gemeinsam mit Europlasma genauer hingeschaut: Was genau ist Plasma, warum braucht die Medizin es so dringend – und wie kannst du mit einer Spende einen echten Unterschied machen?

Was ist Plasma eigentlich?

Viele Menschen kennen den Begriff Plasma – aber nur wenige wissen, was genau dahintersteckt. Plasma ist der flüssige Teil unseres Blutes. Es macht rund 55 Prozent des gesamten Blutes aus und besteht zu etwa 90 Prozent aus Wasser. Den Rest bilden wichtige Stoffe wie Eiweiße, Hormone, Abwehrstoffe und Gerinnungsfaktoren. Unser Körper braucht all diese Stoffe, damit er richtig arbeiten kann.

Während die roten und weißen Blutkörperchen Sauerstoff tragen und Krankheiten abwehren, übernimmt das Plasma gleich mehrere Aufgaben: Es arbeitet als Transportsystem und befördert Nährstoffe, Abfallstoffe und Botenstoffe durch den ganzen Körper. Darüber hinaus reguliert es den Flüssigkeitshaushalt, hilft bei der Steuerung des Blutdrucks und spielt eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung. Deshalb gilt: Ohne Plasma kann unser Körper schlicht nicht arbeiten.

Plasmaspende vs. Blutspende: Was ist der Unterschied?

Obwohl viele die Begriffe verwechseln, gibt es einen klaren Unterschied zwischen einer normalen Blutspende und einer Plasmaspende. Bei der Blutspende entnehmen die Ärzte das gesamte Blut – also Plasma, rote und weiße Blutkörperchen und Blutplättchen. Danach braucht der Körper mehrere Wochen, um die verlorenen Zellen neu zu bilden.

Bei der Plasmaspende hingegen läuft es anders ab: Eine spezielle Maschine leitet dein Blut durch einen Filter und trennt dabei das Plasma vom Rest. Anschließend fließen die Blutzellen – also die roten und weißen Blutkörperchen – sofort in deinen Körper zurück. Dieses Verfahren heißt Plasmapherese. Der große Vorteil dabei: Weil dein Körper keine Blutzellen verliert, erholst du dich deutlich schneller. Dadurch kannst du auch öfter spenden als bei einer normalen Blutspende.

Warum ist Plasma in der Medizin so wichtig?


Aus gespendetem Plasma stellen Labore zahlreiche lebenswichtige Medikamente her. Viele Patientinnen und Patienten brauchen diese Mittel dauerhaft – und ohne regelmäßige Plasmaspenden können sie nicht versorgt werden. Dabei ist vor allem eines wichtig zu wissen: Niemand kann Plasma künstlich herstellen. Denn es gibt keinen künstlichen Ersatz für die Eiweiße und Abwehrstoffe im menschlichen Blutplasma. Daher ist die Medizin vollständig auf freiwillige Spenderinnen und Spender angewiesen.

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Für welche Behandlungen wird Plasma verwendet?

Ärzte setzen Medikamente aus Plasma in vielen Bereichen ein. Zu den wichtigsten zählen:

  • Notfälle und Operationen: Bei schweren Verletzungen oder starkem Blutverlust brauchen Ärzte Gerinnungsfaktoren aus Plasma, um die Blutgerinnung zu stützen und so Leben zu retten.
  • Autoimmunerkrankungen: Abwehrstoffe aus Plasma helfen Menschen, deren Immunsystem den eigenen Körper angreift – zum Beispiel bei Problemen mit der Schilddrüse.
  • Bluterkrankheit (Hämophilie): Menschen mit Hämophilie fehlen bestimmte Gerinnungsfaktoren. Deshalb brauchen sie ihr ganzes Leben lang Medikamente, die aus Plasma hergestellt werden.
  • Probleme bei der Geburt: Bei starken Blutungen während der Geburt können Mittel aus Plasma Leben retten – sowohl das der Mutter als auch das des Kindes.
  • Langzeit-Therapien: Darüber hinaus brauchen viele dauerhaft kranke Menschen über Jahre oder sogar ein Leben lang regelmäßig Mittel aus Plasma, damit sie ihren Alltag bewältigen können

Warum ist regelmäßiges Plasmaspenden so entscheidend?

Ein Beispiel zeigt, wie groß der Bedarf wirklich ist: Ein Mensch mit Hämophilie (Bluterkrankheit) braucht pro Jahr rund 1.200 Plasmaspenden, damit die Labore daraus seine Medikamente herstellen können. Also 1.200 Spenden – nur für eine einzige Patientin oder einen einzigen Patienten. Diese Zahl macht deutlich, wie dringend und dauerhaft der Bedarf an Plasma ist.

Hinzu kommt: Labore müssen das Plasma nach der Spende aufwendig verarbeiten. Vom Tag der Spende bis zum fertigen Medikament vergehen oft bis zu zwölf Monate. Wenn also kurzfristig weniger Menschen spenden, trifft das die Betroffenen später umso härter. Genau deshalb sind Regelmäßigkeit und Zuverlässigkeit so wichtig.

Europlasma: Dein Partner für die Plasmaspende in Österreich

Unter dem Motto „Weil du es im Blut hast“ betreibt Europlasma mittlerweile 10 Spendezentren in ganz Österreich. Damit ist Europlasma einer der größten Anbieter für Plasmaspenden im Land. Die Standorte verteilen sich auf mehrere Bundesländer: Wien (9. und 21. Bezirk), Niederösterreich (St. Pölten, Krems, Retz und Hainburg an der Donau), Steiermark (Seiersberg und Leoben) sowie Burgenland (Oberwart und Kittsee). Dadurch findest du in vielen Regionen ein Zentrum in deiner Nähe.

Das geschulte Team begleitet dich durch den gesamten Ablauf – von der Anmeldung über die Spende bis zur Nachsorge. Egal ob du zum ersten Mal spendest oder regelmäßig kommst: Bei Europlasma betreut dich das Personal persönlich und beantwortet alle deine Fragen. Außerdem kannst du deinen Termin ganz bequem online buchen – über die Website oder die Europlasma-App (verfügbar für iPhone und Android).

Die Spende selbst dauert zwischen 30 und 45 Minuten. Währenddessen kannst du entspannen, lesen oder einfach die Zeit genießen. Dein Körper bildet das gespendete Plasma bereits innerhalb von 48 Stunden nach. Deshalb darfst du alle 72 Stunden erneut spenden – bis zu 50 Mal pro Jahr. Und als kleines Dankeschön erhältst du bei jeder Spende eine Aufwandsentschädigung von 40 Euro. Darüber hinaus überrascht Europlasma seine Stammspender und Stammspenderinnen regelmäßig mit kleinen Extras.

Websitewww.europlasma.at
Standorteeuroplasma.at/standorte
Telefon+43 1 961 8686 (24h-Hotline Wien 9)
Zentren10 Zentren: Wien (9. & 21. Bezirk), St. Pölten, Krems, Retz, Hainburg a.d. Donau, Seiersberg, Leoben, Oberwart, Kittsee
Aufwandsentschädigung40 Euro pro Spende
SpendehäufigkeitAlle 72 Stunden, bis zu 50x pro Jahr
App„Europlasma“ im App Store & Google Play
Quelle: www.europlasma.at

Wer kann Plasma spenden? Die Voraussetzungen im Überblick

Im Grunde kann jeder gesunde Erwachsene Plasma spenden. Allerdings gibt es ein paar Regeln, die du erfüllen musst:

  • Du bist mindestens 18 Jahre alt und wiegst mindestens 50 kg (max. 150 kg).
  • Du bist allgemein gesund und fühlst dich am Tag der Spende fit.
  • Du hast einen festen Wohnsitz in Österreich.
  • Vor der ersten Spende erfolgt ein ärztliches Gespräch und eine Untersuchung, um deine Eignung zu prüfen.

Zudem ist die Plasmaspende in Österreich streng geregelt und kontrolliert. Deine Sicherheit steht dabei immer an erster Stelle. Deshalb untersucht dich das Team von Europlasma vorab gründlich, und bei Fragen kannst du dich jederzeit an das medizinische Personal wenden.

Du kannst einen echten Unterschied machen

Plasma spenden ist mehr als nur eine gute Tat – es ist ein aktiver Beitrag zur Gesundheit in ganz Europa. Denn tausende Menschen brauchen Medikamente aus Blutplasma, und ohne engagierte Spenderinnen und Spender können Ärzte sie nicht behandeln. Weil niemand Plasma künstlich herstellen kann, zählt jede einzelne Spende umso mehr.

Du möchtest Plasma spenden und Leben retten? Dann informiere dich jetzt bei Europlasma über die Plasmaspendezentren in Österreich und vereinbare deinen ersten Termin telefonisch oder per E-Mail. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass keine Patientin und kein Patient ohne lebenswichtige Medikamente auskommen muss.

Häufige Fragen zum Thema Plasma spenden (FAQ)


Was ist der Unterschied zwischen Blutspende und Plasmaspende?


Bei der Blutspende wird das gesamte Blut entnommen. Bei der Plasmaspende wird nur das Plasma – der flüssige Anteil des Blutes – gesammelt, während die Blutzellen sofort an den Körper zurückgegeben werden. Dadurch erholst du dich schneller und kannst häufiger spenden.


Kann Plasma künstlich hergestellt werden?


Nein, Blutplasma kann nicht synthetisch produziert werden. Die darin enthaltenen Proteine und Antikörper sind so komplex, dass sie nur aus menschlichen Spenden gewonnen werden können. Deshalb ist die Medizin auf freiwillige Spenderinnen und Spender angewiesen.


Wie oft kann man Plasma spenden?


Da bei der Plasmaspende die Blutzellen zurückgegeben werden, regeneriert sich der Körper schnell. In Österreich ist es möglich, bis zu 50 Mal pro Jahr Plasma zu spenden. Der genaue Rhythmus wird individuell mit dem ärztlichen Team abgestimmt.


Wofür wird gespendetes Plasma verwendet?


Aus Plasma werden lebenswichtige Medikamente hergestellt, die unter anderem bei Hämophilie (Bluterkrankheit), Autoimmunerkrankungen, Schwangerschaftskomplikationen und in der Notfallmedizin eingesetzt werden. Viele Patientinnen und Patienten sind lebenslang auf diese Präparate angewiesen.


Wie lange dauert eine Plasmaspende?


Eine Plasmaspende dauert in der Regel zwischen 30 und 45 Minuten. Zusammen mit der Anmeldung und der kurzen Nachsorge solltest du etwa eine Stunde einplanen.

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KO KOSMO-Redaktion
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