Die Preise für günstige Lebensmittel und Reinigungsmittel in Wien sind stark gestiegen. Besonders betroffen sind Grundnahrungsmittel wie Kaffee und Orangensaft.
Der jüngste Preismonitor der Arbeiterkammer Wien offenbart eine alarmierende Entwicklung: Die Preise für die günstigsten Lebensmittel und einige Reinigungsmittel sind innerhalb eines Jahres um durchschnittlich zehn Prozent gestiegen. Besonders drastische Anstiege verzeichneten Produkte wie Bohnenkaffee, der um 72 Prozent teurer wurde, und Orangensaft, dessen Preis um 45 Prozent stieg. Auch Vollmilchschokolade und Teebutter sind mit Erhöhungen von 33 beziehungsweise 36 Prozent betroffen.
Ein Vergleich der Einkaufskosten zeigt, dass ein Warenkorb mit den 40 günstigsten Lebens- und Reinigungsmitteln im März 2025 fast 81 Euro kostete, während derselbe Korb im Vorjahr noch 73,27 Euro kostete. Dies entspricht einer Steigerung von 10,1 Prozent. Im Detail zeigt sich, dass 23 der 40 untersuchten Produkte erhebliche Preissteigerungen aufwiesen, während zwölf Artikel, wie etwa Kartoffeln, günstiger wurden. Fünf Produkte, darunter Mehl und passierte Tomaten, blieben preislich unverändert.
Preisunterschiede in Märkten
Besonders auffällig ist, dass die Preise in Supermärkten im Vergleich zu Diskontern um durchschnittlich elf Prozent höher lagen. Diese Entwicklung reiht sich in eine seit September 2021 anhaltende Teuerungswelle ein, die nahezu alle Produkte erfasst hat. Besonders betroffen sind Grundnahrungsmittel wie Penne-Nudeln und Mehl, deren Preise um 97 beziehungsweise 88 Prozent gestiegen sind.
Gabriele Zgubic von der Arbeiterkammer Wien äußerte Besorgnis über die Auswirkungen dieser Preisentwicklungen, vor allem auf Menschen mit geringem Einkommen, Familien sowie junge und ältere Personen. Sie fordert die Regierung auf, ihre Versprechen zur Bekämpfung der Inflation und zur Sicherstellung fairer Lebensmittelpreise umzusetzen.
Grundlage der Erhebung
Der Preismonitor der AK Wien basiert auf Erhebungen in sieben Wiener Supermärkten und Diskontern, darunter Billa, Spar, Hofer und Lidl, und umfasst die Grundpreise von 40 der billigsten Produkte des täglichen Bedarfs.