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Schwanger nach Ozempic: So fördern Abnehmspritzen die Fruchtbarkeit

Schwanger nach Ozempic: So fördern Abnehmspritzen die Fruchtbarkeit
FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein neuer medizinischer Effekt wird diskutiert: die mögliche Zunahme von Schwangerschaften durch Abnehmspritzen.

Laut einer aktuellen Stellungnahme der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) können Medikamente zur Gewichtsreduktion und zur Behandlung von Typ-2-Diabetes zu einer erhöhten Anzahl von Schwangerschaften führen. Dies liegt daran, dass die Fruchtbarkeit durch den Gewichtsverlust bei stark übergewichtigen Frauen verbessert wird.

Funktion der Medikamente und Wirksubstanzen

Die besagten Spritzen, darunter Ozempic, Wegovy und Mounjaro, sind verschreibungspflichtige Mittel, die den Appetit durch GLP-1-Rezeptoragonisten reduzieren und ein verstärktes Sättigungsgefühl fördern sollen. Ozempic wird hauptsächlich bei Typ-2-Diabetes eingesetzt, während Wegovy und Mounjaro für Menschen mit Adipositas zugelassen sind. Diese Medikamente beeinflussen den Stoffwechsel und können, gemeinsam mit einer Gewichtsreduktion von fünf bis zehn Prozent, den Eisprung normalisieren, so Ute Schäfer-Graf, Oberärztin am Berliner Diabeteszentrum.

Für Frauen, die trotz Anwendung der Spritzen keinen Kinderwunsch haben, betont die DDG die Wichtigkeit einer verlässlichen Verhütung. Die Medikamente könnten die Wirkung der Antibabypille beeinflussen, insbesondere durch Nebenwirkungen wie Erbrechen und Durchfall, die die Medikamentenaufnahme stören können. Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft unterstreicht die Beachtung dieses Risikofaktors.

Zusätzlich zur Gewichtsabnahme können GLP-1-Analoga auch die Insulinempfindlichkeit verbessern und den Hormonhaushalt stabilisieren, was besonders Frauen mit Diabetes und dem polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) zugutekommt, die häufig unter einem unerfüllten Kinderwunsch leiden. Diese Medikamente bieten somit potenziell eine vielversprechende Option für betroffene Frauen, wie Schäfer-Graf feststellt.

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Sicherheitshinweise für Schwangerschaft und Stillzeit

Die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) rät davon ab, diese Medikamente während Schwangerschaft und Stillzeit zu verwenden. Frauen, die schwanger werden möchten, wird empfohlen, die Mittel mindestens zwei Monate vor der Empfängnis abzusetzen, da Tierstudien negative Effekte auf die Embryoentwicklung nahelegen. Um Schwangere dabei zu unterstützen, mögliche Übergewichtszunahmen ohne diese Medikamente zu kontrollieren und Komplikationen zu vermeiden, ist eine umfassende Beratung essenziell.

Insgesamt bieten diese Medikamente erhebliches Potenzial, erfordern jedoch eine sorgfältige ärztliche Überwachung und individuelle Beratung, um die Vorteile optimal zu nutzen und unerwünschte Risiken zu minimieren.

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KO KOSMO-Redaktion
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