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Altersstreit

Streit um Pensionsantritt: 70 ist für den Verband inakzeptabel

Streit um Pensionsantritt: 70 ist für den Verband inakzeptabel
Symbolfoto. FOTO: iStock/monkeybusinessimages
2 Min. Lesezeit |

Der SPÖ-nahe Pensionistenverband hat die Forderung des Industriellenvereinigung-Präsidenten Georg Knill nach einer Anhebung des Pensionsantrittsalters auf 70 Jahre entschieden zurückgewiesen. Knill hatte sich am Mittwoch in der „ZiB 2“ für eine deutliche Erhöhung des Pensionsalters ausgesprochen und dabei Dänemark als Vorbild angeführt, wo eine vergleichbare Regelung kürzlich im gesellschaftlichen Konsens beschlossen worden sei.

Mit scharfer Kritik reagierte darauf der interimistische Präsident des Pensionistenverbandes, Helmut Bieler. Er warf dem IV-Präsidenten vor, mit seinen Äußerungen lediglich Verunsicherung zu schüren und „reine Polemik“ zu betreiben. Zur Untermauerung seiner Position präsentierte der Pensionistenverband konkrete Daten zur prekären Arbeitsmarktsituation älterer Menschen. Bieler verwies darauf, dass Personen jenseits der 50 am stärksten von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen seien.

Bundesweit gehöre ein Drittel der Langzeitbeschäftigungslosen der Altersgruppe über 50 an, ein Viertel sei sogar älter als 55 Jahre. Als Hauptursache identifizierte er die „altersfeindliche Einstellung der Wirtschaft“.

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Alternative Lösungen

Der Pensionistenverband plädiert anstelle einer Anhebung des Pensionsantrittsalters für eine Ausweitung des Arbeitsplatzangebots für Menschen über 50 sowie für Maßnahmen, die ein längeres gesundes Verbleiben im Erwerbsleben ermöglichen. Die verbreitete Annahme, ältere Arbeitnehmer wollten nicht arbeiten, entspreche nicht der Realität – vielmehr mangle es an passenden Beschäftigungsmöglichkeiten.

Seit Jahren fordert der Verband daher ein Bonus-Malus-System, das Unternehmen belohnt, die ältere Arbeitnehmer beschäftigen oder einstellen, während jene Betriebe sanktioniert werden sollen, die Frühpensionierungen fördern oder ältere Mitarbeiter aus dem Arbeitsleben drängen.

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KO KOSMO-Redaktion
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