Elon Musk bringt SpaceX an die Börse – mit einer Bewertung, die Rekorde brechen könnte.
Gestern reichte der US-amerikanische Raumfahrtkonzern SpaceX die offiziellen Börsenunterlagen für seinen mit großer Aufmerksamkeit verfolgten Marktauftritt ein. Dem von Elon Musk geführten Unternehmen wird dabei eine Bewertung von bis zu 1,75 Billionen Dollar – umgerechnet rund 1,5 Billionen Euro – zugetraut. Sollte dieser Wert erreicht werden, würde der Börsengang den bisherigen Rekordhalter, den saudischen Ölkonzern Aramco mit seinem Debüt im Jahr 2019, deutlich übertreffen. Die Aktien sollen an der Technologiebörse NASDAQ sowie der NASDAQ Texas gehandelt werden.
Musks Machtposition
Aus den bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Unterlagen geht hervor, dass Musk seine dominante Stellung im Unternehmen auch nach dem Börsengang beibehält. Über eine Doppelaktienstruktur sichert sich der Milliardär 85,1 Prozent der Stimmrechte und bleibt gleichzeitig als Vorstandschef, Technikvorstand und Verwaltungsratsvorsitzender in seiner Dreifachrolle aktiv.
Die veröffentlichten Dokumente geben darüber hinaus Einblick in die komplexen Verflechtungen innerhalb des Musk-Konzernverbunds. Finanziell weist SpaceX trotz eines Umsatzes von 18,67 Milliarden Dollar einen Verlust von rund 4,94 Milliarden Dollar aus.
Starship & Mars
Seit seiner Gründung im Jahr 2002 hat sich SpaceX zum weltweit führenden Unternehmen der Raumfahrtbranche entwickelt. Mit der Einführung wiederverwendbarer Raketensysteme veränderte der Konzern die Branche grundlegend; das Satellitennetzwerk Starlink umfasst inzwischen rund 10.000 Einheiten und versorgt Nutzer weltweit mit Breitbandinternet.
Die Vergütung Musks ist an weitreichende Ziele geknüpft – darunter der Aufbau einer dauerhaften menschlichen Siedlung auf dem Mars sowie die Errichtung riesiger Rechenzentren im Erdorbit. Eine zentrale Rolle bei der Umsetzung dieser Vorhaben spielt die Schwerlastrakete Starship, deren nächster Testflug noch in dieser Woche stattfinden soll.