In der Welt der kommunalen Transparenz hat Wien einmal mehr die Nase vorn: Der jungst veröffentlichte Transparenz-Index von Transparency International Austria krönt die Bundeshauptstadt zum Vorzeigekind hinsichtlich Offenheit und Klarheit. Mit einer Quote von 87,57 Prozent steht Wien an der Spitze, dicht gefolgt von den Städten Graz und Linz, die sich nur hauchdünn dahinter einreihen. Auch Villach feiert einen großen Sprung nach vorn und schafft es, sich im Ranking spürbar zu verbessern.

Die Experten prüften penibel 50 Kriterien, die auf zehn Kategorien verteilt waren. Dabei zählten sie jedes Detail. Von Einblicken in das Budget bis zur Verwaltung, die auf den Websites der 80 größten Gemeinden und vier weiteren freiwilligen Teilnehmern erfasst werden konnten. Wichtig waren hierbei Vollständigkeit, Übersichtlichkeit und Nutzerfreundlichkeit. Ein Potpourri aus Informationen, das für jeden Burger und jede Bürgerin von unschätzbarem Wert ist.
Ergebnisse
Der aktuelle Transparenz-Index liefert ein gemischtes Bild. Einige Gemeinden, wie Bad Ischl, haben mit einer Verbesserung von 14,88 Prozentpunkten erheblich zugelegt. Andere, wie etwa Wels, haben einen Ruckschritt erfahren und büßen wertvolle Punkte ein. Der nationale Durchschnitt liegt bei 42,23 Prozent – eine Steigerung, aber zugleich ein Signal, dass noch Luft nach oben ist.
Licht und Schatten im Detail
Trotz der Fortschritte gibt es Problemzonen. Der Verkauf von öffentlichem Eigentum und das öffentliche Beschaffungswesen bleiben die Sorgenkinder des Transparenz-Index. Oft verstecken sich hier, hinter dem Vorhang von Datenschutz und Amtsverschwiegenheit, die Informationen vor der Öffentlichkeit. Laut Experten müssen gerade in diesen korruptionsanfälligen Sektoren die Anstrengungen in puncto Transparenz verstärkt werden.