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Gesetzesvorschlag

Dieses Land will per Gesetz fünf Millionen Straßenhunde einschläfern lassen

Dieses Land will per Gesetz fünf Millionen Straßenhunde einschläfern lassen
(FOTO: iStock/horkins)
2 Min. Lesezeit |

Die türkische Regierung plant die Einführung einer radikalen Maßnahme gegen die wachsende Population von Straßenhunden. Ein Gesetz, das die Einschläferung der Tiere vorsieht, sollten sie binnen eines Monats keine neue Heimat finden. Diese Nachricht hat bei Tierschutzorganisationen und Aktivisten für große Empörung gesorgt, die nun vehement gegen den Gesetzesvorschlag protestieren.

Lösungen jenseits der Einschläferung

Der Präsident der Tierschutzorganisation Haytap, Ahmet Kemal Senpolat, erläuterte, dass die Vergangenheit bereits gezeigt habe, dass weder das Töten noch das einfache Einsammeln der Tiere eine dauerhafte Lösung darstelle. Stattdessen fordert er ein Umdenken bei der Behandlung des Problems. Vorgeschlagen werden ein Verbot des Hundehandels. Sowie ein verstärktes Augenmerk auf die Sterilisation der Tiere, um die Population effektiv zu kontrollieren.

Widerstand gegen den Gesetzesvorschlag

Zahlreiche Stimmen, darunter auch das Tierschutzzentrum der Istanbuler Anwaltskammer, warnen eindringlich vor den schwerwiegenden Konsequenzen des Gesetzesentwurfs. Sie betonen, dass die Tiere nicht für das Versäumnis, Sterilisationsprogramme auszuweiten und das Aussetzen von Tieren konsequent zu bestrafen, mit ihrem Leben bezahlen sollten. Die vorgeschlagene Regelung, wonach Tierheime unvermittelte Hunde nach 30 Tagen einschläfern sollen, hat auch Bedenken hinsichtlich der praktischen Umsetzbarkeit.

Kritik und Befürchtungen

Besonders besorgt zeigt sich Senpolat angesichts der hohen Anzahl von Straßenhunden. Diese werden auf fünf bis sieben Millionen geschätzt. Allerdings gibt es eine begrenzte Kapazitäten der Tierheime. Die Befürchtung, dass aus Kostengründen Methoden wie das Erschießen oder lebendige Begraben der Hunde angewendet werden könnten, verleihen den Protesten eine drängende Priorität.

Blick auf die langfristige Lösung

Tierschützer plädieren dafür, die Problematik durch nachhaltige Maßnahmen wie Kastration, Sterilisation und Impfung anzugehen und die Tiere anschließend wieder in ihre ursprünglichen Gebiete zurückzuführen. Der Vergleich mit anderen Ländern, in denen ähnliche Praktiken bereits umgesetzt werden, unterstreicht die Notwendigkeit einer wohlüberlegten und humanen Vorgehensweise in der Türkei.

Tierschützer fordern eine Überarbeitung des Gesetzesentwurfs, die das Wohlergehen der Tiere in den Vordergrund stellt und gleichzeitig praktikable Lösungen für die Kontrolle der Straßenhundepopulation bietet.

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KO KOSMO-Redaktion
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