In einem beispiellosen Vorfall in Staines-upon-Thames, Südengland, wurde ein Polizeibeamter wegen des Angriffs auf eine freilaufende Kuh mittels Dienstfahrzeug vorläufig vom Dienst entbunden.

Der Vorfall, der durch online verbreitete Videos weite Empörung ausgelöst hat, führte zu einer sofortigen Reaktion des stellvertretenden Polizeichefs Nev Kemp, der Verständnis für die öffentliche Aufregung äußerte und die Suspendierung des betroffenen Beamten bekannt gab.
Polizeieinsatz löst Skandal aus
Die Polizei war alarmiert worden, weil eine Kuh in einem städtischen Wohngebiet gesichtet wurde. In dem Video ist zu sehen, wie das Polizeiauto die etwa 200 Kilogramm schwere Kuh heftig rammt. Das rund zehn Monate alte Kalb rutscht mehrere Meter über die Straße, steht wieder auf und läuft weiter. Daraufhin fährt das Auto erneut gegen die Kuh, die schließlich, mit dem Kopf unter dem Wagen, eingeklemmt liegen bleibt.
ACHTUNG: Schockierende Aufnahmen!
Staines, England — Shocking video recorded a @SurreyPolice officer trying to stop or kill an escaped cow by ramming it with a car on June 14. pic.twitter.com/iKVq7vTIip
— Andy Ngô 🏳️🌈 (@MrAndyNgo) June 15, 2024
Öffentlichkeit und Politik schockiert
Die öffentliche Reaktion fiel heftig aus, zumal es schwierig erscheint, eine Rechtfertigung für das harte Vorgehen zu finden. Der britische Innenminister James Cleverly äußerte sich auf der Plattform X entsprechend kritisch und fordert eine umfassende, dringende Erklärung; „Ich kann mir keinen vernünftigen Grund für diese Aktion vorstellen (…) Es scheint unnötig hart zu sein.“
Kuh geht es besser
Beau Lucy überlebte die beängstigende Erfahrung und wurde nach einer medizinischen Untersuchung durch einen Tierarzt wieder zu seinem Besitzer zurückgebracht. Der Besitzer selbst gab Entwarnung und teilte mit, dass sich der Gesundheitszustand seines Tieres verbessert habe.