Ein Polizist auf dem Weg zur Arbeit entdeckte am Berliner Mauerweg ein vermeintliches Bündel – dahinter verbarg sich ein grausamer Fund, der nun Ermittler beschäftigt.
Ein Polizist auf dem Weg zu seiner Schicht machte am Sonntagmorgen in Berlin-Neukölln eine tragische Entdeckung. Während seiner Fahrradfahrt am Berliner Mauerweg nahe des Kölner Damms in der Gropiusstadt bemerkte der Beamte gegen 5 Uhr ein verdächtiges Bündel. Was er zunächst für eine Puppe hielt, entpuppte sich als lebloser Säugling. Der Polizist verständigte umgehend den Notruf, woraufhin ein umfangreicher Einsatz von Kripo-Dauerdienst, Mordkommission und Kriminaltechnik eingeleitet wurde.
Laut BILD-Informationen handelt es sich bei dem aufgefundenen Säugling um ein Mädchen. Die Ermittler sicherten den Fundort weiträumig ab und durchsuchten das umliegende Gebiet. Dabei kamen sowohl eine Drohne als auch später am Vormittag eine Suchhundestaffel zum Einsatz. Die Polizei prüft nun, ob in der Umgebung eine Frau entbunden hat, die sich jetzt ohne Kind aufhält.
Bereits in den ersten Stunden nach dem Fund führte die Berliner Polizei umfangreiche Ermittlungen im Umkreis von Krankenhäusern durch und suchte nach Frauen, die kürzlich entbunden haben könnten. Laut Kriminalstatistik ist die Zahl aufgefundener toter Neugeborener in Berlin seit 2023 wieder angestiegen. In mehreren deutschen Großstädten wurden in jüngster Zeit ähnliche Fälle registriert, was die Behörden zu einer intensiveren Zusammenarbeit mit Sozial- und Gesundheitsdiensten veranlasste.
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Laufende Untersuchungen
Die Todesursache des Neugeborenen ist noch ungeklärt. Eine gerichtsmedizinische Untersuchung soll Aufschluss darüber geben, ob das Kind durch Gewalteinwirkung zu Tode kam. Der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Sebastian Büchner, erklärte gegenüber BILD: „Die gerichtsmedizinische Untersuchung wurde noch für den Sonntag angeordnet. Momentan wird der Fall als Leichenfund behandelt und noch nicht als Gewaltverbrechen.“ Zudem müsse festgestellt werden, ob der Säugling lebensfähig war.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gilt derzeit als unklar, ob das Kind durch Fremdeinwirkung starb oder tot geboren wurde. Das Ergebnis der Obduktion wird in den kommenden Tagen erwartet und dürfte für die weiteren Ermittlungen entscheidend sein.
Sachdienliche Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.