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Pfandflaschen können euch 2.000 Euro kosten!

Pfandflaschen können euch 2.000 Euro kosten!
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2 Min. Lesezeit |

Wer in Wien Pfandflaschen neben dem Mistkübel abstellt, riskiert saftige Strafen. Die MA 48 verteidigt ihr hartes Durchgreifen gegen diese verbreitete Praxis.

Das Pfandsystem in Österreich ist mittlerweile allgegenwärtig – Glasflaschen, PET-Flaschen und Dosen sind mit einem Pfand von 20 oder 25 Cent belegt. Die Rückgabe funktioniert grundsätzlich problemlos, doch nicht immer hat man sofort Zugang zu einer Rücknahmestelle oder möchte die leeren Behälter mit sich herumtragen. Was also tun mit dem leeren Pfandgebinde?

In Wien sollte man besonders vorsichtig sein, wenn man Pfandflaschen oder -dosen nicht ordnungsgemäß entsorgt. Wie das Portal „Mein Bezirk“ berichtet, wurde ein Reddit-Nutzer von den sogenannten WasteWatchern (städtische Ordnungshüter der Wiener Müllabfuhr) massiv zurechtgewiesen, nachdem er Pfandgebinde nicht korrekt entsorgt hatte. Die zuständige MA 48 (Magistratsabteilung für Abfallwirtschaft) verteidigt dieses Vorgehen gegenüber „Mein Bezirk“ entschieden: Jede Flasche oder Dose außerhalb eines Mistkübels stelle laut Wiener Reinhaltegesetz eine Verunreinigung des öffentlichen Raums dar.

⇢ Plan gegen Müllsuche: Pfandflaschen-Ablagen für Bedürftige

Strenge Strafen

Die WasteWatcher sind befugt, bei solchen Verstößen nicht nur Verwarnungen auszusprechen, sondern auch ein Organmandat über 50 Euro zu verhängen oder sogar Anzeige zu erstatten. Im schlimmsten Fall drohen Geldstrafen von bis zu 2.000 Euro.

Die MA 48 betont in ihrer Stellungnahme die Notwendigkeit eines konsequenten Vorgehens: „Wo würde es anfangen und wo enden, wenn das Ablagern von Pfandgebinden (Glasflaschen, PET-Flaschen, Dosen) geduldet werden würde?“ Als Beispiel führt die Behörde Personen an, die auf einer Parkbank Alkohol konsumieren und ihre Bierdosen unter dem Vorwand des Pfands einfach zurücklassen könnten, anstatt sie ordnungsgemäß zu entsorgen.

Alternative Lösungen

Die naheliegende Alternative wäre, die Pfandgebinde wie bisher in den nächsten Mistkübel zu werfen. Allerdings würden gerade Pfandsammler – darunter Obdachlose oder Menschen in finanzieller Not – diese Behälter gerne einsammeln, um sich etwas dazuzuverdienen.

Um diesen Personen den oft entwürdigenden, unhygienischen und mitunter gefährlichen Griff in den Müll zu ersparen, stellen manche ihre Pfandflaschen und -dosen ordentlich neben die Mistkübel. Eine Praxis, die in Deutschland seit Jahrzehnten üblich ist und in österreichischen Städten wie Linz und Innsbruck durch spezielle „Pfandringe“ sogar institutionell unterstützt wird.

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KO KOSMO-Redaktion
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