Nach dem Tod einer Fahrerin durch einen explodierenden Airbag verschärft Citroen seinen Rückruf-Appell. Tausende Fahrzeuge mit gefährlichen Takata-Airbags sind noch unterwegs.
Nach einem tödlichen Unfall in Frankreich verstärkt Citroen seinen Appell zum Airbag-Rückruf. Die französische Automarke reagiert damit auf einen Vorfall, bei dem eine Fahrerin durch einen explodierenden Airbag ums Leben kam. Der Fall reiht sich ein in eine bereits seit Monaten laufende Rückrufaktion, von der Millionen Fahrzeuge mit fehlerhaften Takata-Airbags betroffen sind.
Laut ADAC (Allgemeiner Deutscher Automobil-Club) hat der Zulieferer Takata über Jahre hinweg Airbags mit mangelhaften Gasgeneratoren ausgeliefert. Diese können durch klimatische Einflüsse im Laufe der Zeit ihre Eigenschaften verändern und dadurch ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen. Bei einer Auslösung kann übermäßiger Druck entstehen, wodurch der Airbag explodieren und Metallteile in den Fahrzeuginnenraum schleudern kann. Genau dieses Szenario führte im Fall der französischen Autofahrerin zu tödlichen Verletzungen.
Betroffene Modelle
Die aktuelle Situation betrifft zwei Citroen-Modelle, die bereits Teil der ursprünglichen Rückrufaktion waren. Trotz versandter Benachrichtigungen haben noch nicht alle Fahrzeughalter ihre Autos in die Werkstatt gebracht. Der tödliche Unfall von Mitte Juni in Frankreich veranlasste den Hersteller nun, den Rückruf zu aktualisieren.
Betroffen sind:
Citroen C3 Phase 2 (von 2009 bis 2017)
Citroen DS3 (von 2009 bis 2017)
Nicht betroffen sind:
Citroen C3 Picasso
Citroen C3 Phase 1
Citroen C3 Phase 3
Citroen C3 Pluriel
Erneute Kontaktaufnahme
In Österreich sind nach Angaben von „heute.at“ noch über 3.000 betroffene Citroen-Fahrzeuge im Straßenverkehr unterwegs.
⇢ Defekte Airbags: DIESE Auto-Besitzer müssen sofort in die Werkstatt
Besitzer, die bisher nicht auf die Rückrufaktion reagiert haben, werden nun erneut kontaktiert.
Alarmierende Zahlen für Österreich
Nach aktuellen Herstellerangaben waren in Österreich ursprünglich 12.464 Fahrzeuge der Modelle Citroën C3 und DS3 aus den Baujahren 2009 bis 2017 von dem Rückruf betroffen. Trotz mehrfacher Kontaktaufnahme sind derzeit noch 3.758 dieser Autos nicht zur notwendigen Reparatur in einer Werkstatt erschienen.
Die Rückrufaktion läuft bereits seit Jänner 2025. Alle registrierten Fahrzeughalter wurden sowohl vom Konsumentenschutzministerium als auch von Citroën Österreich schriftlich informiert und zum kostenlosen Austausch der defekten Airbags aufgefordert. Der Hersteller hat in einer verschärften Maßnahme die Halter angewiesen, ihre Fahrzeuge bis zur Reparatur nicht mehr zu nutzen – ausgenommen für die direkte Fahrt in die Werkstatt.
Instandsetzung und Überprüfung
Die Reparatur der betroffenen Fahrzeuge wird ausschließlich in autorisierten Vertragswerkstätten durchgeführt und ist für die Fahrzeughalter komplett kostenlos. Der Hersteller hat nach eigenen Angaben alle verfügbaren Kapazitäten im Händler- und Werkstattnetz mobilisiert, um die Rückrufaktion zügig abzuwickeln.
Unsichere Fahrzeughalter können über die offizielle Citroën-Webseite anhand ihrer Fahrzeugidentifikationsnummer überprüfen, ob ihr Auto von der Rückrufaktion betroffen ist und umgehend einen Werkstatttermin vereinbaren.