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Lebensgefahr

Stromstoß bei 50-Meter-Kletteraktion: Falkner fängt auf Hochspannungsmast Feuer

Stromstoß bei 50-Meter-Kletteraktion: Falkner fängt auf Hochspannungsmast Feuer
Symbolfoto. FOTO: iStock/Roman Drits
2 Min. Lesezeit |

Mit Falknerhandschuh und Fernglas bestieg er einen 50 Meter hohen Strommast – dann stand der Österreicher plötzlich in Flammen. Ein Radfahrer wurde zum Lebensretter.

Ein österreichischer Falkner geriet am Sonntag bei Hohenbrunn im Landkreis München in Lebensgefahr, als er einen etwa 50 Meter hohen Hochspannungsmast erklomm und durch elektrischen Strom in Brand geriet. Ein vorbeifahrender Radfahrer bemerkte den brennenden Mann in der Nähe der Autobahn A99 und verständigte umgehend die Rettungskräfte. Bei Ankunft der Einsatzteams befand sich der Verunglückte noch in großer Höhe, wobei Teile seiner verbrannten Kleidung bereits in den Stromleitungen hingen, wie der „Münchner Merkur“ berichtet.

Die Feuerwehrleute positionierten vorsorglich Sprungpolster, konnten mit ihrer Drehleiter jedoch nicht bis zum Verletzten vordringen. Noch bevor die angeforderte Höhenrettung eintraf, gelang es dem schwer verletzten Mann, selbständig vom Mast herunterzuklettern. Er wurde sofort medizinisch versorgt.

Trotz seines kritischen Zustands war er laut Aussage eines Bekannten am Nachmittag noch am Leben. Die zuständige Polizei bestätigte später, dass keine unmittelbare Lebensgefahr mehr bestand, obwohl sein Zustand nach wie vor als ernst eingestuft wurde. Eine genaue medizinische Prognose wurde bislang nicht veröffentlicht.

Ungeklärte Hintergründe

Die Hintergründe des Vorfalls sind noch ungeklärt. Der Mann trug einen Falknerhandschuh, ein Fernglas und einen Rucksack bei sich – vermutlich wollte er einen verirrten Greifvogel bergen. Sein Rucksack wurde durch den elektrischen Lichtbogen vollständig zerstört, das Fernglas teilweise geschmolzen.

Polizeiliche Ermittlungen wurden eingeleitet und dauern weiterhin an. Laut aktuellen Polizeiberichten gibt es zu den genauen Beweggründen des Falkners, den gefährlichen Hochspannungsmast zu erklimmen, noch keine neuen Erkenntnisse. Der Radfahrer, der den Notruf absetzte, erhielt psychologische Betreuung.

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KO KOSMO-Redaktion
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