Schluss mit Papierbergen an der Kasse: Österreich will bei Kleinbeträgen die Belegpflicht kippen. Wer möchte, bekommt den Kassenzettel trotzdem.
Die österreichische Regierung plant, die Belegausdruckpflicht für kleinere Einkäufe bis 35 Euro abzuschaffen. Diese Maßnahme, die bereits im Regierungsprogramm verankert und im Ministerrat bestätigt wurde, ist Teil des sogenannten „Mittelstandpakets“. Die Federführung bei der Umsetzung liegt beim Finanzministerium, wo derzeit eine Expertenkommission zur Betrugsbekämpfung an einem Konzept arbeitet, das eine betrugssichere Implementierung gewährleisten soll. Parallel dazu sieht das Regierungsprogramm flankierende Maßnahmen sowie Vereinfachungen bei der digitalen Belegerteilung vor.
Verbraucherrechte bleiben
Für Verbraucher ändert sich trotz der geplanten Neuregelung wenig beim Einkaufserlebnis: Wer weiterhin einen gedruckten Beleg wünscht, kann diesen auf Nachfrage erhalten. Die endgültige Ausgestaltung der Regelung hängt von den laufenden politischen Verhandlungen ab, in die sowohl Unternehmensvertreter als auch Kassenexperten eingebunden sind, um eine praxistaugliche Lösung zu entwickeln.
Zeitplan offen
Vor der tatsächlichen Einführung wird eine angemessene Vorlaufzeit für technische Anpassungen benötigt. Der konkrete Zeitplan für die Umsetzung steht allerdings noch nicht fest.
Welche wirtschaftlichen Vorteile die Maßnahme für Unternehmen bringen wird, lässt sich erst nach Festlegung der finalen Regelungsdetails beziffern.