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Ernährungsrisiko

Forscher schlagen Alarm: Beliebtes Getränk erhöht Darmkrebs-Risiko

Forscher schlagen Alarm: Beliebtes Getränk erhöht Darmkrebs-Risiko
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3 Min. Lesezeit |

Die Darmkrebsdiagnose trifft immer häufiger junge Menschen. Forscher haben nun einen Zusammenhang mit Ernährungsgewohnheiten entdeckt, der besonders alarmierend ist.

Darmkrebs tritt zunehmend auch bei jüngeren Menschen auf. In Deutschland werden jährlich rund 55.000 Fälle diagnostiziert – laut Robert Koch-Institut erkrankten 2020 genau 54.800 Menschen neu an Darmkrebs. Obwohl die Erkrankung nach wie vor überwiegend ältere Personen betrifft, steigt die Zahl der Betroffenen im jüngeren Alter merklich an. Wissenschaftler haben nun einen möglichen Auslöser identifiziert, der vor allem mit Ernährungsgewohnheiten zusammenhängt.

Wie im Fachjournal „Journal of Clinical Oncology“ veröffentlicht wurde, fördert eine Ernährung mit hohem Zuckergehalt und wenig Ballaststoffen die Vermehrung des Bakteriums „Fusobacterium“. Dieses verursacht Entzündungsprozesse im Darm und beschleunigt die Zellalterung, wodurch die Zellen anfälliger für Krebserkrankungen werden. Besonders jüngere Menschen greifen häufig zu Fast Food, das meist preiswert und schnell verfügbar ist, aber genau diese problematische Nährstoffzusammensetzung aufweist. Die Forschungsergebnisse deuten zudem darauf hin, dass auch der Verzehr von Geflügelfleisch wie Hähnchen nicht förderlich für die Darmgesundheit ist.

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Risikofaktoren

Neben festen Nahrungsmitteln spielen auch Getränke eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Darmkrebs. In einer weiteren Untersuchung stellten die Wissenschaftler fest, dass Energydrinks das Erkrankungsrisiko erhöhen können. Die darin enthaltene Aminosäure Taurin könnte das Wachstum bestimmter Darmbakterien begünstigen, die mit der Krebserkrankung in Verbindung stehen. Als weitere zentrale Risikofaktoren identifiziert das Robert Koch-Institut Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel. Ein zusätzliches Problem bei jüngeren Patienten ist laut Experten, dass die Symptome oft nicht richtig eingeordnet werden, was zu einer verspäteten Diagnose führt. Wie bei den meisten Krebsarten verbessern sich die Heilungschancen jedoch deutlich, wenn die Erkrankung frühzeitig erkannt wird.

Warnsignale

Jüngere Menschen sollten daher besonders auf Warnsignale achten, die in ihrer Altersgruppe auf Darmkrebs hindeuten können. Zu den typischen Anzeichen zählen wiederkehrende Bauchschmerzen sowie Veränderungen im Stuhlgang, insbesondere wenn Blutbeimengungen auftreten. Auch anhaltende Blähungen oder ungewöhnliche Müdigkeit können auf die Erkrankung hinweisen. Angesichts der veränderten Altersverteilung bei Darmkrebspatienten plädieren Mediziner inzwischen dafür, Vorsorgeuntersuchungen nicht erst ab dem 50. Lebensjahr anzubieten, sondern bereits in jüngeren Jahren damit zu beginnen. Ab April 2025 wird diese Forderung teilweise umgesetzt: Das Mindestalter für die Vorsorge-Darmspiegelung bei Frauen wird von 55 auf 50 Jahre gesenkt, sodass künftig beide Geschlechter die gleiche Altersgrenze haben.

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KO KOSMO-Redaktion
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