Die Erde bebt gleich zweimal: Erst wackelt der Boden in Latium, dann folgt ein stärkerer Stoß vor Sizilien. Die Bevölkerung spürt die Erschütterungen deutlich.
Am Dienstagmorgen erschütterte ein Erdbeben der Stärke 4,7 die Gewässer vor der Küste Siziliens. Das Beben ereignete sich um 06.07 Uhr im südlichen Tyrrhenischen Meer, etwa 80 Kilometer von Trapani entfernt. Laut Messungen des Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV) in Rom lag der Erdherd in zehn Kilometern Tiefe.
Obwohl die Erschütterung deutlich zu spüren war, wie zahlreiche Einwohner Siziliens in sozialen Medien berichteten, wurden keine Personen- oder Sachschäden registriert. Die zuständigen Behörden behalten die Situation im Auge, verzeichneten jedoch keine weiteren nennenswerten seismischen Aktivitäten in der Region.
⇢ 4,8 Stärke: Erdbeben erschüttert Metropole
Beben bei Rom
Nur wenige Minuten zuvor, um 06.03 Uhr, wurde ein weiteres Erdbeben in Latium (Region um Rom) verzeichnet. In der Provinz Frosinone südlich von Rom registrierten die Messgeräte einen Erdstoß der Magnitude 3,0 in 19 Kilometern Tiefe.
Auch bei diesem Beben blieben Schäden aus. Die Erschütterung wurde von der Bevölkerung zwar wahrgenommen, hatte jedoch keine weiteren Folgen für die Region.
Italien liegt auf einer seismisch aktiven Zone zwischen der afrikanischen und europäischen Kontinentalplatte. Erdbeben sind daher keine Seltenheit, besonders in Süditalien und entlang der Apennin-Kette. Das INGV überwacht kontinuierlich die seismische Aktivität im gesamten Land und stellt seine Daten auch internationalen Erdbebenüberwachungsorganisationen zur Verfügung.