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Autobahn-Drama

„Dachte, sie schläft“: Mann vergisst Frau an Tankstelle

„Dachte, sie schläft“: Mann vergisst Frau an Tankstelle
FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Auf der Heimreise nach Rumänien bemerkte ein Familienvater erst nach 70 Kilometern, dass seine Frau nicht mehr im Auto saß. Was folgte, war eine länderübergreifende Suchaktion.

Ein 39-jähriger Rumäne bemerkte beim Tankstopp an einer Raststätte in Bad Camberg plötzlich das Fehlen seiner Ehefrau. Wie das Polizeipräsidium Westhessen am Sonntagabend mitteilte, hatte der Mann während der Heimreise am frühen Sonntagmorgen seine 37-jährige Gattin versehentlich zurückgelassen. In seiner Verzweiflung wählte er den Polizeinotruf und gab an, seine Frau seit etwa 45 Minuten zu vermissen.

Der gemeinsame 11-jährige Sohn, der sich noch im Fahrzeug befand, erklärte, seine Mutter habe eine Toilettenpause einlegen wollen. Trotz intensiver Suche auf dem gesamten Rastplatzgelände blieb die Frau unauffindbar.

📍 Ort des Geschehens

Verwirrende Umstände

Im Verlauf der Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Frau nicht erst in Bad Camberg, sondern bereits bei einem früheren Halt in Bayern aus dem Wagen gestiegen war. Der Fahrer hatte während dieser Pause angehalten, um selbständig die Toilette aufzusuchen, und sowohl seine Frau als auch den Sohn geweckt.

Beide verneinten zunächst das Bedürfnis nach einer Toilettenpause. Nachdem der Mann zum Fahrzeug zurückgekehrt war, setzte er die Fahrt fort – in der Annahme, seine Ehefrau schlafe auf dem Rücksitz.

Erst beim späteren Tankstopp in Bad Camberg weckte er seinen Sohn, der noch schlaftrunken glaubte, sie befänden sich noch in Bayern, und daher vermutete, seine Mutter sei gerade erst zur Toilette gegangen.

Glückliche Wiedervereinigung

Die zurückgelassene Frau fand inzwischen Hilfe bei einem Landsmann, der ihr sein Mobiltelefon zur Verfügung stellte. Ein rumänischer Busfahrer nahm sie mit, nachdem sie nach dem Verlassen des Fahrzeugs an der bayerischen Raststätte gestanden hatte. So konnte die Autobahnpolizei Wiesbaden telefonischen Kontakt zu der 37-Jährigen herstellen. Sie befand sich mittlerweile in einem rumänischen Reisebus etwa 70 Kilometer von Hanau entfernt und wusste nicht mehr weiter.

Die Geschichte nahm schließlich doch noch ein glückliches Ende. Durch die koordinierte Zusammenarbeit der Autobahnpolizeien aus Südosthessen, Frankfurt am Main und Wiesbaden – und mit Unterstützung des hilfsbereiten rumänischen Mitbürgers – gelang es, die Familie wieder zu vereinen.

Bevor die Reise endgültig fortgesetzt werden konnte, musste der 39-Jährige allerdings noch eine deutliche Standpauke seiner Ehefrau über sich ergehen lassen, wie die eingesetzte Polizeistreife berichtete.

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KO KOSMO-Redaktion
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