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Taxifahren soll mindestens 30 Prozent teurer werden!

Taxifahren soll mindestens 30 Prozent teurer werden!
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2 Min. Lesezeit |

Wiener Taxiunternehmen verlangen deutliche Tariferhöhung von 30 Prozent, um wirtschaftlich überleben zu können. Dies geht aus einem internen Schreiben hervor, das derzeit in der Branche zirkuliert.

Die Betreiber verweisen darauf, dass die bisherige Preisanpassung von 15 Prozent bei weitem nicht ausreicht, zumal sie ihren Fahrgästen bereits Rabatte von 20 Prozent gewähren müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Besonders die steigenden Kosten für Versicherungen und Fahrzeuginstandhaltung belasten die Unternehmen zunehmend.

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Aktuelle Tarife seit Juni 2023

Der derzeit gültige Wiener Taxitarif trat am 1. Juni 2023 in Kraft. Werktigs zwischen 6 und 23 Uhr beträgt der Grundbetrag 3,80 Euro, der Kilometerpreis liegt bei 0,95 Euro (nach fünf Kilometern bei 0,58 Euro) sowie einem Zeittarif von 0,58 Euro pro Minute. Nachts und an Feiertagen sind die Preise pauschal 15 Prozent höher. Diese Anpassung entsprach damals einer durchschnittlichen Preiserhöhung von rund 15 Prozent gegenüber dem vorherigen Tarif.

Finanzielle Notlage

Die angespannte finanzielle Lage wird durch wachsende Personalkosten zusätzlich verschärft. In ihrem Rundschreiben betonen die Taxiunternehmer ihre Bedeutung für das Wiener Verkehrssystem: „Wir befördern Menschen ebenso verlässlich von A nach B und tragen maßgeblich zur Mobilität in Wien bei.“ Die Branchenvertreter drängen auf zeitnahe Verhandlungen zur Umsetzung der geforderten Preiserhöhungen.

Tatsächlich gewähren viele Wiener Taxiunternehmen ihren Fahrgästen Rabatte von bis zu 20 Prozent, um im Wettbewerb mit Fahrdienstvermittlern wie Uber oder Bolt bestehen zu können. Diese Praxis ist als direkte Reaktion auf den anhaltenden Preisdruck im urbanen Mobilitätsmarkt zu verstehen.

Kammer distanziert sich

Auf Anfrage von „Heute“ distanzierte sich die Wirtschaftskammer Wien von diesen Forderungen. Ein Sprecher stellte klar, dass es sich nicht um eine Initiative der WKO handle und man daher keine Stellungnahme dazu abgeben könne.

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KO KOSMO-Redaktion
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