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Preiserhöhungen ab Jänner 2026: Das kommt auf uns zu!

Preiserhöhungen ab Jänner 2026: Das kommt auf uns zu!
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3 Min. Lesezeit |

Wien dreht an der Preisschraube: Ab 2026 müssen Einwohner und Touristen tiefer in die Tasche greifen. Die Stadtregierung beschließt ein umfassendes Paket von Tariferhöhungen.

Wien erhöht ab 2026 zahlreiche städtische Gebühren und Tarife. Die Stadtregierung stellte am Montag ein umfassendes Maßnahmenpaket vor, das Preisanpassungen für Parkgebühren, öffentliche Verkehrsmittel sowie entsprechende Strafzahlungen umfasst. Die Anpassungen treten mit Beginn des Jahres 2026 in Kraft. Hintergrund der Erhöhungen ist nach Angaben der Stadt die langfristige Absicherung der öffentlichen Daseinsvorsorge bei gleichzeitiger Umsetzung des von Bürgermeister Michael Ludwig vorgegebenen Budgetkonsolidierungskurses in Höhe von 500 Millionen Euro.

Die geplante Budgetkonsolidierung entspricht etwa fünf Prozent des Wiener Gesamtbudgets, das sich für das Jahr 2025 auf rund zehn Milliarden Euro beläuft. Damit soll die finanzielle Stabilität der Stadt langfristig gesichert und der Ausbau der öffentlichen Daseinsvorsorge gewährleistet werden.

Nach 13 Jahren ohne Preiserhöhung steigt der Preis für die Jahreskarte der Wiener Linien von 365 auf 467 Euro. Nutzer digitaler Tickets erhalten einen Rabatt, wodurch sich der Preis auf 461 Euro reduziert.

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Das Tarifsystem wird zudem um zwei vergünstigte Jahrestickets erweitert: eine spezielle Jugendkarte für Personen unter 26 Jahren sowie ein Angebot für Menschen mit Behinderungen. Diese Tickets kosten ebenso wie die bereits existierende Seniorenkarte künftig 300 Euro jährlich, bei digitaler Nutzung 294 Euro. Ab 2027 ist eine automatische jährliche Inflationsanpassung der Ticketpreise vorgesehen.

Die automatische Valorisierung basiert auf einer neuen gesetzlichen Regelung, die von der Stadt Wien im Zuge der aktuellen Tarifreform beschlossen wurde. Diese sieht eine regelmäßige Anpassung der Öffi-Tarife vor, um sprunghafte Preiserhöhungen in Zukunft zu vermeiden.

Verkehrsgebühren steigen

Die Preisanpassungen betreffen auch Kurzzeitfahrscheine: Eine digitale Einzelfahrt wird ab 2026 mit 3 Euro zu Buche schlagen, für ein 24-Stunden-Ticket werden 9,70 Euro fällig, während die Wochenkarte 25,20 Euro kosten wird. Parallel dazu verteuern sich die Parkgebühren um 30 Prozent. Konkret bedeutet dies einen Anstieg von 40 Cent pro halbe Stunde beim Parkschein sowie eine Erhöhung des monatlichen Parkpickerls von 10 auf 13 Euro.

Gleichzeitig verschärft die Stadt die Sanktionen für Parkverstöße, um Verkehrsfluss und Sicherheit zu verbessern.

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Auch bei Fahrten ohne gültigen Fahrschein greift die Stadt härter durch: Die Strafe steigt auf 135 Euro bei sofortiger Zahlung beziehungsweise 145 Euro bei späterer Begleichung.

Tourismus zahlt mehr

Zusätzliche Einnahmen plant die Stadt durch eine deutliche Anhebung der Ortstaxe (Tourismusabgabe) für Übernachtungen. Der Satz steigt ab Dezember 2026 von derzeit 3,2 auf 8,5 Prozent. Bei einem Hotelzimmer zum Preis von 400 Euro erhöht sich dadurch die Ortstaxe von 10,10 Euro auf 28,70 Euro.

Als Begründung für die Preisanpassungen verweist die Stadtregierung auf die erheblichen Investitionen in den Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes seit 2012 sowie auf die Notwendigkeit, Haushaltseinnahmen und -ausgaben ins Gleichgewicht zu bringen.

Finanzstadträtin Barbara Novak und Mobilitätsstadträtin Ulli Sima bezeichnen die Maßnahmen als Teil eines „fairen und nachhaltigen Sparkurses“, der das hohe Versorgungsniveau in Wien auch künftig gewährleisten soll.